Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Morgoth

So manche Reunion gehört in die Kategorie „Bloß nicht“ oder „Warum nur“, doch bei den wegweisenden Morgoth liegt der Fall dann doch ein bisschen anders. Kaum eine deutsche Todesstahl-Band dürfte Maßstäbe wie die beiden EPs „Resurrection Absurd“ und „The Eternal Fall“ oder die LPs „Cursed“ und „Odium“ auf die Metallerwelt losgetreten und damit auch international drei Viertel aller Kollegen an die Wand gefahren haben. (Das dritte Studioalbum „Feel Sorry For The Fanatic“ spielte damals schon keine gewichtige Rolle mehr und auch auf dem Rock Hard Festival wird dieser Bann nicht gebrochen.)

Und kaum eine Reunion hat auch dieses Jahr im Amphitheater für mehr Gesprächsstoff gesorgt – glücklich sind natürlich die Nasen, die schon bei den beiden Warm-Up-Gigs in Wermelskirchen oder Bremen dabei waren und nun genau wissen, welche Abrissbirne auf die Fans einprasseln würde. Schon der Opener „Body Count“ lässt die Fans förmlich ausrasten, kleine Moshpitzellen laden zum Schwitzen ein, und eine beachtliche Meute Metalheads vereint sich im todesmetallischen Headbangen.

Eigentlich braucht Fronter Marc gar nichts zu sagen, zu offensichtlich frisst ihm die Horde aus der Hand, laute Hey-Rufe brüllen in des Nachbarn Ohren und „Exit To Temptation“ bildet dann den Startschuss für den Crowdsurfschein. „Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, wir sind wieder da“, so Marc, doch halt, die Reunion soll doch nur für dieses Festivalsaison gelten. Ob sich da dann doch ein längeres Engagement andeutet?
An den Fans liegt es halt nicht, denn die sind zur Stelle, wenn Morgoth - die seit Ewigkeiten nicht mehr im Pott zum Budenzauber aufforderten und sich darüber freuen, quasi zu Hause zu spielen – mit „Pits Of Utumno“ einen Old-School-Klassiker heraushauen und sich ein fetter Moshpit gefräßig durch die Menge wühlt. Das artige „Danke, Gelsenkirchen“ geht in den Morgoth-Sprechchören unter, und weil nicht nur die Wiedervereinigung so schön ist, sondern die Band auch gleich noch das 20-jährige Jubiläum des „Cursed“-Debuts feiert, kommen natürlich Songs wie „Sold Baptism“ oder „Isolated“ einfach eine Spur intensiver an. Doch kurz vor Schluss müssen Morgoth dann eine plötzlich schwindende Zuschauermenge hilflos hinnehmen, denn der einsetzende heftige Regen nötigt zahlreiche Fans zur Flucht. Nicht wenige wollen sicherlich bei den stürzenden Regenmassen ihre Zelte sichern und haben somit kein Ohr mehr für ein heiteres „Seid ihr aus Zucker?“.

Einziger Wermutstropfen: Schade, dass sich die Band nach dem „Way Of Darkness 2011“-Festival wieder sechs Fuß tief verschanzen will.

Setlist:

Body Count
Exit To Temptation
Unreal Imagination
Travel
Resistance
Suffer Life
Pits Of Utumno
Burnt Identity
Sold Baptism
Under The Surface
Isolated
White Gallery

Seite
comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna