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Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Bullet

Der Stilbruch, der nun ansteht, könnte größer nicht sein: Während Epica für Bombast und ausufernde Arrangements stehen, halten es Bullet aus Schweden mit ihrem vor allem von AC/DC oder auch Accept beeinflussten Sound eher simpel. Bereits vor zwei Jahren waren die Jungs um Wonneproppen Hell Hofer in Gelsenkirchen am Start und räumten so was von ab – da sollte es doch mit dem Teufel zugehen, wenn das heute nicht der Fall wäre. Allerdings ist es inzwischen so voll geworden, dass sich diese Zweifel ganz fix in Wohlgefallen auflösen – Retro-Hard-Rock ist nicht zuletzt dank Airbourne schließlich wieder mächtig angesagt, obwohl Bullet ja eigentlich schon länger existieren als Airbourne.

Nichtsdestotrotz dürfte der kometenhafte Aufstieg der Australier auch für Bullet von Nutzen gewesen sein und es kann gut sein, dass am heutigen Nachmittag noch mehr Leute gekommen sind als vor zwei Jahren. Die Band legt mit dem Titeltrack ihrer aktuellen, Anfang des Jahres erschienenen Platte „Highway Pirates“ richtig amtlich los und hat mit dieser flotten, treibenden Nummer die Leute in null Komma nix auf ihrer Seite. Es dürfte völlig außer Frage stehen, dass Bullet bis hierhin die meisten Crowdsurfer von allen Bands für sich verzeichnen dürfen – die Security hat wirklich ordentlich zu tun. Mit anderen Worten: Diese 45 Minuten sind eine einzige riesige Metalparty. Es juckt wahrscheinlich niemanden im großen Rund, dass die Mucke kein Stück originell ist, dazu sind die Songs zu stark und machen schlicht ergreifend zu viel Spaß. Wer seine Pommesgabel bei Stücken wie „Back On The Road“, „Stay Wild“ („a song about life“, wie Hell Hofer anmerkt) oder „Rambling Man“ nicht in die Höhe reißt oder bei „Turn It Up Loud“ nicht mitgrölt, bis die Stimme heiser ist, dem ist nicht mehr zu helfen.

Passend zu ihrer Musik ist natürlich auch die Band selbst mächtig engagiert, was das Kilometerablaufen auf der Bühne angeht. Da wird trotz hoher Plateauschuhe (ganz ehrlich: wie cool sind die bitte?!) gerannt, gepost, bis der Arzt kommt (gerne auch mal in bester Hendrix-Manier mit der Klampfe hinter dem Rücken und selbstverständlich im berühmten doppelten oder dreifachen Axtschwing-Stil) und allerhand Grimassen geschnitten – Bullet gehören bestimmt zu den Top five dieses Festivals, was Publikumsresonanz und Aktionsradius angeht. Dass das mächtige „Bite The Bullet“, bei dem Hell Hofer noch mal so richtig aus sich herausgeht und gar nicht oft genug „biiii-hiiite the bullet“ singen kann und bei dem die Saitenfraktion am Ende ihre Instrumente umdreht und hochhält, um auf jedem eines der drei Worte zu zeigen, den Abschluss bilden würde, war ziemlich klar. Ein würdiges Finale für ein Konzert, das einfach nur gebockt und gerockt hat.

Setlist:

Highway Pirates
Back On The Road
Turn It Up Loud
Stay Wild
Rambling Man
Roadking
Dusk Til Dawn
Pay The Price
Bite The Bullet

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