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Rock Hard Festival 2011

Auch Regen konnte ein erneut großartiges Festival nicht verderben

Epica

Epica fallen als einzige Female-fronted-Band des diesjährigen Festivals ein wenig aus dem Rahmen, unter dem größtenteils klassischen Line-Up könnte man sie daher beinahe als Exoten bezeichnen. Was die Holländer von anderen Bands des Genres Symphonic Gothic Metal (oder wie immer man das nun nennen mag) unterscheidet, ist definitiv der Härtegrad, da diese Gruppe deutlich heftiger rockt als sämtliche Kollegen. Dies wird auf dem aktuellen Album „Design Your Universe“ einmal mehr deutlich, das durch einen gesunden Mix aus Härte, Bombast und Eingängigkeit punkten konnte. Insgesamt drei Stücke (plus Intro) von jener Scheibe präsentiert das Sextett und „Resign To Surrender“, „Unleashed“ (von Simone Simons als einer ihrer persönlichen Favoriten bezeichnet) und besonders das geile „Martyr Of The Free World“ belegen auf eindrucksvolle Weise, auf welch hohem arrangementtechnischen Niveau Epica mittlerweile angekommen sind (kompositorisch waren sie ja schon immer gut): So überzeugend waren orchestrale Elemente und harte Riffs auch bei dieser Truppe noch nicht verzahnt, wobei das Ganze auf Platte sicherlich noch etwas deutlicher herüberkommt als live.

Simone ist mal wieder der Charme in Person; da mag der Keyboarder sein Instrument noch so sehr Jordan-Rudess-like im Kreis drehen und damit beeindrucken, wie viele Sounds er auf der Pfanne hat, da mag Mark Jansen noch so fett und böse grunzen – sie ist und bleibt mit ihrer Ausstrahlung und Schönheit der Mittelpunkt; man könnte ihr den ganzen Tag dabei zusehen, wie sie ihre rote Mähne schwingt, und darüber hinaus bringt sie eine völlig tadellose Gesangsleistung. Bei ihren auf deutsch gehaltenen Ansagen hingegen wirkt sie sehr schüchtern, obwohl sie ja schon ziemlich bühnenerfahren ist, doch dies ist wohl ihr Naturell.

In jedem Fall ist die Stimmung fantastisch, was eine ganze Reihe von Crowdsurfern beweisen – besonders eine Dame älteren Semesters sei erwähnt, die sich diebisch freut, als sie gegen Ende des Konzerts über die Menge gehievt wird. Allerdings ist es kein Wunder, dass es gerade gegen Ende umso mehr abgeht, da mit „Quietus“ und besonders „Cry For The Moon“ zwei der besten und bekanntesten Stücke Epicas auf dem Plan stehen, die sich vorzüglich für Mitsing-Spielchen, Händeklatschen und „Hey“-Rufe eignen und diesen prinzipiell lediglich guten und routinierten Auftritt deswegen zu einem sehr guten veredeln. – Lustige Anekdote am Rande: Bei „The Last Crusade“ muss das Backdrop heruntergefahren werden, damit der Drummer durch den aufkommenden Wind nicht beim Spielen gestört wird. Fremdschämige Anekdote am Rande: Diese pubertären „Ausziehen“-Rufe. Wann hört der Mist mal auf? Das ist dermaßen peinlich und primitiv!

Setlist:

Samadhi
Resign To Surrender
Sensorium
The Last Crusade
Unleashed
Matryr Of The Free World
Quietus
Cry For The Moon

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