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Rock Hard Festival 2010

Auch die achte Ausgabe des Rock Hard Festivals war wieder ein voller Erfolg

Nevermore

Bei Nevermore wird ein wenig umdisponiert – endlich kommen diese ganzen Poser-Marshall-Amps weg und werden durch kleinere und sympathischere Orange-Verstärker ersetzt. Dies bedeutet keineswegs, dass es jetzt leiser wird, ganz im Gegenteil: Ich habe sogar eher das Gefühl, dass Nevermore die lauteste Band des Festivals sind – jedenfalls klingeln mir auch noch Tage später die Ohren. Aber geil ist es, Warrel Dane ist bestens bei Stimme und dass die Gitarrenfraktion mit halsbrecherischen Solo-Achterbahnfahrten mal wieder für offene Mäuler im weiten Rund sorgt, versteht sich von selbst.

Die Stimmung beim Publikum ist außerdem auf dem Höhepunkt angelangt und Dane hat wenig Mühe, die Leute für sich zu gewinnen und zum Mitsingen zu animieren. Letzteres klappt teilweise sogar bei den Tracks des neuen Albums „The Obsidian Conspiracy“, obwohl diese logischerweise noch nicht allzu viele kennen dürften. Bei „Your Poison Throne“ müssen die Fans allerdings auch nur „rise, rise, rise“ brüllen und das, so stellt auch Warrel grinsend fest, kriegt man dann gerade noch so hin. Mit „The Termination Proclamation“, „Emptiness Unobstructed“ und „The Obsidian Conspiracy“ kommen noch drei weitere brandneue Stücke zu ihrer Festivalpremiere, die von den Zuschauern begeistert aufgenommen werden – allerdings feiert man die Band ohnehin von der ersten bis zur letzten Minute ab, egal ob es sich um neueres Material handelt oder Klassiker wie „Inside Four Walls“, „The River Dragon Has Come“, Beyond Within“ oder die Halbballade „The Heart Collector“.

Cool, dass mit „This Godless Endeavor“ auch ein recht langer Song zelebriert wird, den Warrel Dane allerdings auch explizit ankündigt – vielleicht befürchtet er ja, die Sonne hätte bei einigen das Gehirn schon zu sehr aufgeweicht, alsdass sie noch in der Lage wären, ein ausschweifenderes, komplexes Stück geistig in sich aufzunehmen.
Doch wie erwähnt: Es ist im Prinzip eh egal, was die Jungs da auf der Bühne zocken, heute frisst ihnen jeder aus der Hand und so dürfen die Seattler sogar ein paar Minuten überziehen – wenn sie jedoch nicht „Enemies Of Reality“ noch hätten spielen dürfen, wären hier wohl sowieso einige (und das nicht zu Unrecht) durchgedreht, denn ohne dieses Stück, während dessen Performance schon mal das Backdrop abgenommen wird, damit man Zeit spart, geht bestimmt keiner. Daumen hoch für Nevermore, die mir noch um einiges besser gefallen haben als beim letztjährigen Wacken-Auftritt.

Setlist:

Beyond Within
The River Dragon Has Come
Your Poison Throne
Born
Emptiness Unobstructed
Inside Four Walls
The Termination Proclamation
This Godless Endeavor
The Heart Collector
The Obsidian Conspiracy
Enemies Of Reality

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