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Rock Hard Festival 2010

Auch die achte Ausgabe des Rock Hard Festivals war wieder ein voller Erfolg

Orphaned Land

Auf Orphaned Land durfte man sicherlich mit am meisten von allen Bands auf diesem Festival überhaupt gespannt sein. Mit ihrem religionsübergreifenden Konzept, dem Vereinen von Christentum, Judentum und Islam und dem Einfließenlassen traditioneller arabischer und jüdischer Volksmusik sind sie ganz eindeutig die Exoten des Billings und sorgen für die Farbtupfer. Der barfuß auftretende Sänger Kobi sieht in seinem weißen Gewand und den schulterlangen Haaren tatsächlich wie Jesus aus, erklärt dem Publikum aber mehrmals: „No, I am not Jesus Christ“.

Mit den Worten „Prepare yourself to bellydance“, hatte Kobi den Auftritt im Vorfeld angekündigt und bei „Sapari“ wird mittels einer schnuckligen Bauchtänzerin, die sich grazil über die Bühne schlängelt, tatsächlich auch für das optische Wohl gesorgt. Akustisch kann die Band ohnehin überzeugen, der Sound ist druckvoll, Kobi meistert das Growling ebenso perfekt wie Klargesang und bringt das Publikum zum Auf- und Abhüpfen – es kommt jedenfalls schon sehr cool, wie er in einer ganz kurzen Pause beim Opener „Bringer Of The Three“, in der alle Instrumente schweigen, nur sagt: „Jump for me, Rock Hard“. – Wenn man bedenkt, dass die Jungs einen Abend zuvor noch als Eröffnungsact für Metallica in ihrem Heimatland spielten und somit innerhalb kürzester Zeit zwischen zwei Gigs mehrere tausend Kilometer zurücklegen mussten, ist das schon eine beachtliche Leistung.

Auf den Rängen ist es etwas stiller, aber es ist bei einer so experimentierfreudigen Band natürlich klar, dass mit dieser Mucke nicht jeder etwas anfangen kann. Objektiv betrachtet war es zweifellos unterhaltsam und vom Musikalischen her eben mal was ganz anderes – nur sollte man sich in Zukunft live wieder einen Keyboarder besorgen. Es kann nicht sein, dass, wenn man Samples vom Laptop abspielt, dieser ständig den Geist aufgibt. Wenn man sich schon eines solchen Hilfsmittels bedient, muss eben jemand extra aufpassen, dass alles funktioniert, sodass nicht ständig ein Bandmitglied hinlaufen und nachgucken muss, was da nicht stimmt, so geht nämlich nur Zeit verloren.

Setlist:

Birth Of The Three
Olat Hatamid
Barakah
The Kiss Of Babylon
Sapari
The Path Part 1
Ocean Land
Thee By The Father I Pray
Norra El Norra
Ornaments Of Gold

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