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Rock Hard Festival 2010

Auch die achte Ausgabe des Rock Hard Festivals war wieder ein voller Erfolg

Sonntag, 23. Mai

Sacred Steel

High noon – zwölf Uhr mittags – weit und breit keine schießwütigen Pistoleros zu sehen, aber eine richtig ansehliche Fanschar, die sich zu so früher Stunde bei schon fast traditionell hochsommerlichen Temperaturen im Amphitheater einfindet. Sacred Steel aus dem fernen Ludwigsburg haben den Part inne, den dritten Festivaltag mit ihrer Version vom True Metal einzuläuten. Frontmann Gerrit scheint an diesem Morgen einen Frühstücksclown verschluckt zu haben, denn seine Pausenansagen sorgen für reichlich Schmunzler im sich füllenden Halbrund.

Lästerte Gerrit noch selbst über seine Stimme (sie polarisiert halt), so ist doch alles im Lack. Nach dem Kurzfitnessprogramm bei „Battle Angel“ mit leicht verpatztem Gesangseinsatz macht die Frontsirene ein wenig auf desorientiert und sucht ihre Brille, damit sie lesen könne, was nun als nächstes auf dem Programm stünde. Weiterhin sucht er die Nähe der Fans, die durch den Fotograben gute drei Meter vom Bühnenrand zurückgehalten werden, steigt von der Bühne hinab und lässt einige Grunzwillige bei „Open Wide The Gate“ das Mikro vollsabbern.

Liebend gern nimmt sich die Combo auch selbst auf die Schippe, stoppt „Maniacs Of Speed“, diskutiert eine Weile, wer denn den Einsatz verpasst habe, und zockt zur Freude der Fans den Song gleich nochmals von vorn. Als Sonnenliebhaber hält es Gerrit dann nicht mehr auf der beschatteten Bühne, verlässt diese und stellt sich mitten ins Publikum, um dort „Carnage Victory“ zu intonieren. Weil auch dort keine Sonne ist, wandert er einfach zu den Steinstufen, setzt sich dort singend und seine Band beim Spielen zuschauend zu einigen verdutzten Fans.

Richtig fiese und böse Pommesgabeln kommen beim mit starken Death Metal-Vocals angereicherten „Slaughter Prophecy“ zum Einsatz, und als Einleitung zum finalen „Wargods Of Metal“ zieht der Frontmann noch herrlichst über das vergangene Jahrzehnt her: „Die 90er waren ein Scheißdreck, musikalisch, sonst war es ja ok!“
Beide Daumen hoch für einen selbstbewussten Opener, der das Ziel, nur halb so gut wie Raven zu sein, mit Leichtigkeit nahm und nicht knapp verfehlte.

Setlist:

Intro
Metal Is War
Battle Angel
Open Wide The Gate
Heavy Metal To The End
Maniacs Of Speed
Carnage Victory
Slaughter Prophecy
Wargods Of Metal

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