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Rock Hard Festival 2010

Auch die achte Ausgabe des Rock Hard Festivals war wieder ein voller Erfolg

Raven

Eine riesige Bühne, und wie man sie nicht nutzt, haben die Stehgeiger von Bulldozer in Perfektion demonstriert. Nun kommt mit Raven ein Trio auf die Bühne, und jeglichen schwarzmetallischen negierend, tobt sich das Trio Infernale dort aus. Die Combo rund um die Gallaghers ist schon seit 1974 aktiv, aber sie müssen aus Edelstahl sein, denn keine Abnutzung, noch nicht einmal Flugrost lastete auf Instrumenten, Stimme oder Bewegungsapparat. 

Und auch musikalisch ist da nichts altbacken, eingeleitet durch den Stampfer „Take Control“. Sogar der erste Scream sorgt für wohlige Krämpfe im Unterleib – das sitzt. Erstaunlich, wie eng sich die Menschenmenge vor der Bühne knubbelt, um den alten NWOBHM Recken beim Grimassieren und Posieren die Pommesgabel entgegen zu schleudern. Die Arbeitsgeräte müssen auch mehrmals gewechselt werden, denn aneinander schreddernde Gitarrenduelle wie bei „All For One“ dürften die zarten Saiten nicht lange überleben.

Unglaublich energetisch wuseln die Beiden über die Bühne, jeder Quadratmillimeter wird mit Schweiß bedeckt. Nach einem kurzen Ausflug mit „Walk Through Fire“ und „Breaking You Down“ in die Neuzeit, der sich harmonisch in das Old School-Set einschmiegt, gibt es dann wieder richtig alten Stoff. Das Medley aus „Speed – Run Silent – Mind“ spielen die Drei auch schon seit einer halben Ewigkeit. Wie fit Raven auf der Bühne noch sind, beweisen sie nicht nur durch die agile Performance, sondern auch mittels der Rutschpartie auf Knien, die Gitarrero Mark quer über die halbe Bühne bis vor die Füße Johns bei „On And On“ hinlegt.
Das komplette Festival ist ja auch durch den Tod von Dio geprägt, und kaum eine Band könnte glaubhafter jenem Mann huldigen, der für Generationen von Fans, Musikern und Kritikern Maßstäbe setzte. Raven bieten ein Medley der Extraklasse und greifen dabei auf zeitlose Klassiker und Hymnen wie „Symptom Of The Universe“, „Man Of The Silver Mountain“ oder auch „Long Live Rock’n’Roll“ zurück. Zum Schmunzeln und absolut stilgerecht zum wahrhaften Old School-Massaker wird dann auch noch die wütende Behandlung von Bass und Gitarre zum berstenden Ende mit Fußtritten und Wurfübungen in einer Feedbackorgie zeremoniert. Raven waren und sind jederzeit ein Hochgenuss.

Setlist:

Take Control
Live At The Inferno
All For One
Walk Through Fire
Breaking You Down
Git solo
Speed Of The Reflex
Run Silent, Run Deep
Mind Over Metal
On And On
Break The Chain
Sabbath/ Rainbow medley

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