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Rock Hard Festival 2008

Lake Of Tears

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Zum mittlerweile sechsten Mal beherbergte das Amphitheater in Gelsenkirchen am Pfingstwochenende mehrere tausend Verrückte. Der Grund war das Rock Hard-Festival, das seit seiner Erstauflage im Jahr 2003 einen exzellenten Ruf nicht nur unter den Lesern des „Megazines“ genießt.

Im Vorfeld hatte besonders der unerwartete Ausfall von Celtic Frost für Aufsehen gesorgt. Da Tom Gabriel Fischer die Band verließ, sagte diese alle anstehenden Konzerte für 2008 ab – so auch den Auftritt beim Rock Hard Festival. Das schmeckte zwar vielen Besuchern, die einzig für Celtic Frost anreisen wollten, nicht besonders; ihr Ticket gaben aber nur die wenigsten zurück. Warum auch? Das Line Up bot 2008 schließlich noch viele Highlights mehr. Außerdem fand der Veranstalter mit einer der dienstältesten Thrash Metal-Bands, nämlich Testament, einen hochwertigen Ersatz für den Celtic Frost-Slot.

Aber mal ganz abgesehen von den Bands: Kaum ein anderes Festival bietet eine derart geniale Atmosphäre wie das Rock Hard Festival. Statt Kuhweide mit Bühne findet man hier ein fettes Amphi Theater direkt am Wasser vor. Die Bands können wahlweise stehend von direkt vor der Bühne oder auch sitzend von der riesigen Tribüne betrachtet werden – je nachdem, was Energiehaushalt und Temperatur gerade zulassen.

Denn diese war in diesem Jahr besonders hoch. Die Leute, die sich letztes Jahr noch über das regnerische Wetter beschwerten, flüchteten diesmal Hals über Kopf in den Schatten. Schattige Plätze waren allerdings über den Tag verteilt äußerst rar, so dass der ein oder andere der Hitze Tribut zollen musste. Die ersten Bands allerdings konnten sich freuen, da die Fläche direkt vor der Bühne den einzigen Schatten bot, so dass dieser Platz auch meistens von Anfang an dementsprechend gut gefüllt war.

Bei der ersten Band des Festivals war das allerdings noch nicht der Fall. Als The Claymore am Freitag mehr als pünktlich auf der Bühne stehen, ist die Fläche vor der Bühne nur zu einem Drittel gefüllt. Doch schon in der Anmoderation ist zu erfahren, dass der Vorverkauf in diesem Jahr besonders gut gelaufen ist und daher spätestens am Freitagabend mit einem vollen Amphi Theater zu rechnen ist. Das macht aber gar nichts, denn die Rock Hard-Veranstalter verstehen es – im Gegensatz zu gewissen Experten aus einem kleinen Kuhdorf in Schleswig-Holstein – recht gut, Grenzen zu setzen und zu erkennen, wann einfach nicht noch mehr

The Claymore

The Claymore aus Castrop-Rauxel jedenfalls beginnen das Festival mit einer soliden Live-Performance und scheinen sehr angetan davon zu sein, die Rolle des Openers übernehmen zu dürfen. Der Power Metal mit sehr melodischem Gesang scheint die ersten Zuschauer zwar noch nicht vollends am Rad drehen zu lassen, aber die eine oder andere fliegende Mähne ist schon zu sichten. Gerade die ungewohnte Power Metal-Cover-Version von In Flames‘ „Trigger“ wird sehr positiv aufgenommen. Es folgen Songs wie „Ancient Enemy“ vom Album „Monument“, sowie „Sygn“ und schließlich „Soulseeker“. Die Stimmung wird zum Ende hin deutlich besser und auch eine erstaunlich große Anzahl an textsicheren Fans ist plötzlich zu sichten. Nach mehrfachem Dank an Fans und Befürworter verabschieden sich die fünf schließlich von der Bühne, um der nächsten Band Platz zu machen.

Stormwarrior

Stormwarrior wurde bereits ein Auftritt von 45 Minuten Länge eingeräumt. Dass auch den ersten Bands ein recht langes Set ermöglicht wird, ist ein weiterer sehr sympathischer Aspekt des Festivals. Um kurz vor vier legt die Band aus Hamburg deutlich härter los. Der Bühnenvorplatz hat sich deutlich mehr gefüllt und die Stimmung scheint auch deutlich besser geworden zu sein. Die ersten Sprechchöre sind zu vernehmen und plötzlich scheinen nicht nur die Zuschauer der ersten Reihe jede Zeile der Songtexte auswendig zu kennen. Bei Songs wie „Metal Legacy“ vom aktuellen Album „Heading Northe“, „Heavy Metal Fire“ von der gleichnamigen EP oder auch dem Live-Kracher „Valhalla“ ist es aber auch verdammt schwer, die Klappe zu halten. Der aufkommende Wind hilft ein wenig beim Abkühlen, was auch Sänger Lars Ramcke mit einem stilvollen „Bah, erstmal die Haare aus der Fresse, ey“ zu quittieren weiß. Außerdem knallt inzwischen nicht nur die Sonne, sondern auch das Bier. Perfekte Voraussetzungen also für einen mehr als gelungenen Auftritt.

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