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Ribozyme, Incinerate, Critical Mess im Konzert (Bad Bentheim 2005)

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Statt des diesen Monat nicht stattgefundene Stairway to Rock – Konzert im Unabhängigen Jugendhaus Bad Bentheim gab es am Samstag, den 22. Oktober, ein Ersatzkonzert mit Bands, die sich sehen lassen können. Critical Mess und Incinerate lieferten den Support und mit Ribozyme spielte nun nach der AC/DC Coverband Love Hungy Men im Frühjahr schon das zweite Mal eine aus Norwegen angereiste Band. Die aus Bergen stammenden Musiker gaben jedoch einen wesentlichen härteren Ton vor.

 

Knapp eine Stunde nach Einlass um 19:30Uhr stehen die vier Herren von Critical Mess auf der Bühne. Das nun schon seit 2001 existierende Quartett gründete die Band einst aus Entrüstung über die derzeitige Absenz der Rockmusik auf lokalen Bühnen. Seitdem bedient man mit klassischer Besetzung (2 Gitarren, Bass und Drums) die gewünschte Zielgruppe. Und das mit Erfolg! So wird auch diesmal gerockt und die erste Bewegungsscheu im Publikum beseitigt.

 

Gut so, denn als nächstes kümmern sich die im Jugendhaus Bad Bentheim ebenso bekannten Jungs von Incinerate um das Publikum. 1998 gegründet wurde Incinerate im Laufe der Bandgeschichte sogar die Ehre zu teil, im musikalisch ansonsten die entgegengesetzte Zielgruppe ansprechenden Hewado zu rocken. Nach einem Moshpit, diversen blauen Flecken und zerbrochenen Gläsern im Publikum (aber dennoch positiven Resonanzen) war ein ähnlicher Auftritt in gleicher Location leider untersagt geblieben. Die Konzertinitiative Alternation in Zusammenarbeit mit dem Jugendhaus Bad Bentheim sowie die ca. 80 Zuschauer wissen die Geschicke der fünf jedoch zu schätzen und werden auch diesmal nicht enttäuscht. Während Sänger Dirk Kovert sich teils mit Ausflügen ins Publikum die Seele aus dem Leib schreit, geht die Band ebenso energiegeladen ans Werk und macht den Weg für den Headliner des Abends frei.

 

Zugegeben ist es schon ein wenig seltsam, seine Band nach katalytisch aktiven RNA-Molekülen zu benennen. Aber spätestens seit dem Erfolg von „Künstlern“ wie Sido (erst Abkürzung für „Scheiße in dein Ohr“, später für „Superintelligentes Drogenopfer“) oder Tokio Hotel wissen wir, dass ein Bandname nichts über den möglichen Erfolg aussagt. Im Moment sind die drei Bandmitglieder von Ribozyme auf ihrer Europa Tour. Nach Auftritten in der Tschechischen Republik und Slowenien wird nun das UJH Bad Bentheim gerockt, bevor die Tour später in Großbritannien beendet wird. Nach dem Entern der Bühne gehen die Jungs schließlich sichtlich professionell ans Werk. Neben der Rockfraktion (bestehend aus Gitarre, Bass und Schlagzeug) gestalten Percussion- und Synthesizersounds die Musik sehr atmosphärisch. Der äußerst überzeugende, melodische Gesang, der besonders in den sich mit brettharten Parts abwechselnden ruhigen Songteilen besticht, verleiht der Musik eine eigene Marke. Der Vergleich zu Bands wie Tool und A Perfect Circle ist der naheliegendste, beschreibt jedoch nicht das gesamte musikalische Spektrum, welches die Band aufweist und abdeckt. Nach knapp einer Stunde ist der Auftritt schließlich zu Ende und lässt überdurchschnittlich euphorische Fans zurück.

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