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Rhapsody, Freedom Call, Orden Ogan im Konzert (Bochum, Dezember 2012)

Happy Metal schlägt symphonische Power

Freedom Call räumen richtig ab

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Für fünf Konzerte kommen Rhapsody auch in Deutschland vorbei, die vorletzte Station ist heute Abend die Bochumer Matrix. Das Melodic-Abendprogramm wird zudem von Freedom Call und Orden Ogan aufgefüllt, zusätzlich sind auch Vexillum bei der kompletten Tour dabei, die schon Mitte letzten Monat startete.

Beim Eintreffen ist die Matrix etwas mehr als die Hälfte gefüllt, aus den Boxen dröhnen die letzten Orden Ogan-Takte des Tracks „Masks“ (Bonus auf dem aktuellen Knaller „To The End“) – Mist aber auch, wenn einmal mehr der bezahlte Job einen Strich durch die Berichterstattung macht und somit nicht nur Vexillum zum Opfer fallen. Schnell werden wenigstens ein paar Fotos der sympathischen Arnsberger Power-Truppe in neuem Gewand, das mächtige „To The End“ drückt volle Möhre auf die Tube und irgendwie scheint dieser Part der Abendgestaltung einfach viel zu schnell vorbeizugehen. Mit „Angels War“ haben sie aber noch einen fetten Trumpf in der Hand, Rage-Gitarrist Viktor entert die Bühne, schnappt sich die Gitarre und schon rocken sie wieder los, wobei Seeb ganz ungewohnt lediglich zum Mikrophon greift - Balsam für die Fanseele für die viel zu kurze Spielzeit.

Freedom Call

Danach liegt es an den Nürnberger Spaßbacken Freedom Call, den Stimmungspegel hochzuhalten. Dass es ihnen leicht fallen dürfte, ist allein schon an der Menge an Fans abzulesen, die mit entsprechenden Shirts gekleidet in die ersten Reihen drängen. Und so kommt es auch, denn kaum ist ein Fetzen Kleidung der Metaller zu erhaschen, da stimmen die Fans auch schon zu lautstarken Hey-Rufen an – die Metal-Party kann also beginnen bzw. fortgeführt werden.

Die Franken liefern aber auch einen Einstand nach Maß und wie kann man bitteschön ein kleines Best-Of-Programm besser starten als mit „Freedom Call“? Eben, präsentiert wird eine kleine Zeitreise, die hier bestens ankommt, zahlreiche Pommesgabeln blitzen schon früh im Dunst der Strahler auf, doch Chis Bay ist anscheinend noch nicht ausreichend befriedigt, feuert er doch immer wieder zu lautstarken Enthusiasmusbekundungen an. Was passt da besser, als kurz von den tollen Partys bei den anderen Shows zu schwadronieren, was hier dann in Bochum gleich die Fans noch ein bisschen mehr anstachelt, die so noch ein wenig mehr die Partysau dem Partylöwen vorziehen. „Schön, wieder hier zu sein“, schwärmt Chris, um sofort mit einem „Habt ihr Lust auf Happy Metal?“ nochmals den Stimmungspegel auszuloten.

„Aus der Hand fressen“ dürfte die hier mehr als passende Beschreibung sein, denn ganz gleich ob „Rockstars“ lauthals mitgesungen wird oder „Tears Of Babylon“ im fett brandenden Applaus baden kann, Freedom Call scheinen hier im Pott immer wieder ein Heimspiel zu haben, da hat sogar die Romantik mit „The Quest“ ihren festen Platz im Set. Mitklatschen ist angesagt, Mitsingen sowieso, und wer auf beides keinen Bock hat, fuchtelt einmal mehr mit der Pommesgabel wild durch die Gegend. „Boah, das ist der Hammer“, kommentiert Chris zum Schluss das förmlich ausflippende Publikum, welches bei „Land Of Light“ die Band und wohl auch ein bisschen sich selber feiert. Die nächste Tour darf ruhig schnell folgen, dann aber bitte mit deutlich mehr Spielzeit.

Setlist:

  • Freedom Call
  • The Eyes Of The World
  • Rockstars
  • Tears Of Babylon
  • The Quest
  • Power & Glory
  • Warriors
  • Land Of Light
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"Ich empfinde Shows zu spielen immer als Privileg..."

In dieser Verfassung purer Genuss

„…das ist nicht ein aufgesetztes Metaltheater, das ist einfach Spirit, der Krokus-Spirit …“

"Metalcore ist nicht umsonst ein abgedroschener Begriff..."