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Rebellion, Universe & The Claymore im Konzert (Lünen, Oktober 2018)

Wenn der Support obsiegt...

The Claymore kommen über die Außenseiterrolle nicht hinaus

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Da hat das Lükaz schon deutlich bessere Tage gesehen, denn an diesem Samstagabend sind es kaum hundert Fans, die sich in den Club nach Lünen verlaufen, um die doch hohen Erwartungen an das "King Lear meets Macbeth" mitzuerleben. Doch für Rebellion verläuft der Abend mäßig, während sich Universe motiviert in den Vordergrund spielen und auch den lokalen Support The Claymore deutlich hinter sich lassen.

The Claymore

Eigentlich wollen sich die The Claymore-Herren doch auf die Produktion eines neuen Albums konzentrieren, aber wenn schon eine Supportshow quasi um die Ecke stattfindet, dann kann man auch mal die Tablaturen beiseitelegen und den Schreibprozeß für ein bisschen Livespaß nach hinten schieben.

In den letzten drei Jahren als Restart der Neubesetzung hat sich auch schon herausgestellt, dass Pan seine Rolle als Frontmann als Showmaker versteht, wobei er die Klamottenwechselorgie deutlich zurückgeschraubt hat und nur gegen Ende des Teilabends seine Kluft wechselt, den Großteil aber im weißen Steigermantel – eine Hommage an der Bergbau hier im Pott – seine Leistung darbietet. Allerdings muss er sich auch hier ein bisschen Kritik anhören, fehlt doch nur noch die spitze Nase, um wie Danny DeVito als Pinguin in einer alten "Spiderman"-Verfilmung herüberzukommen. Zudem kommt heute einmal mehr die Diskussion unter den Anwesenden auf, dass eben der zu Crowmatic (die übrigens in den letzten zwei Jahren auch nicht mehr aktiv waren) abgewanderte Andy nicht zu ersetzen ist.

Zurück aber zu den Showelementen: Das neue „Inferno“ wird einmal mehr wie schon beim Mörchens Metal Meeting 2015  mit einem kleinen Mikrofonfeuerwerk effektvoll in Szene gesetzt, dazu das „Cojones“-Ansagespiel zum von Pan mit neuen Lyrics ausgestatteten, damals schon auf der allerersten Demo „I“ zu findenden Nummer „Claymore“, doch der große Zuspruch seitens des Publikums bleibt eher aus. Ein paar wenige HeadbangerInnen zu „Voices“, später auch zum Klassiker „Soulseeker“, dazu ein wenig Applaus, das ist am Ende einfach zu wenig für die Heimatvertreter. Bleibt zu hoffen, dass sie mit einem neuen Album nach acht bis neun Jahren da noch die Kurve bekommen.

Setlist:

Intro
The Angel's Assassination
Ancient Enemy
Silent Scorn
Voices
Claymore
Inferno
Ghost In A Shell
Soulseeker

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