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Rebellion, Knockdown Industries, Arhythmy im Konzert (Wetzlar, Dezember 2012)

Während es draußen schneit, brennt im Franzis die Hütte

Rebellion bitten zum Tanze

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Rebellion

Die Zeit fliegt und nach einer kurzen Umbaupause ist es schon Zeit für den Hauptact des Abends. Ungewöhnlich ruhig, aber dem aktuellen Album folgend startet die Heavy-Metal-Truppe mit „Rest In Peace“ in den Auftritt. Sofort ist die Stimmung in Wetzlar ganz weit oben. Lautstark singt eine ganze Gruppe Fans den ganzen Text mit, was vor allem Basser Thomas Göttlich sichtlich freut.

Ganz besonders präsent ist auch Frontsänger Michael Seifert. Mit großen Gesten und mit wirklich guter Stimme weiß er zu begeistern. Für Rebellion wirkt die Bühne im Franzis auf einmal schlagartig klein. Bedingt durch die ständige Bewegung aller Musiker (den Drummer ausgenommen) verkleinert sich die Stage optisch erheblich. Es gibt sogar einige kleinere Zusammenstöße, bei denen natürlich nichts passiert.

Schon als zweiten Song und immer noch der Tracklist von „Arminius: Furor Teutonicus“ folgend gibt es nun schon den neuen Bandhit „Ala Germanica“. Dass die Stimmung jetzt natürlich überkocht, muss nicht extra erwähnt werden. Stellenweise ist der Publikumschor ganz schön laut. Im Anschluss machen Rebellion den ersten Schritt zurück ins Jahr 2009. „Arise“ vom gleichnamigen Album wird vorgetragen und ganz schnell wird klar, dass die Besucher in Wetzlar auch mit den früheren Scheiben der Band vertraut sind. Beachtenswert ist hier, mit welcher Präzision die Band die epische Stimmung der Nummer auch in einen verschwitzten Club zaubern kann.

Wir bleiben im Jahr 2009. Weiter geht es nämlich mit „Odin“. Zwischendurch bedankt sich Sänger Michael bei allen Fans, die den Weg ins Franzis gefunden haben. Als er die Umstände der neuen Bandbesetzung erklären will, winkt Basser Thomas ab und erklärt nur knapp, dass das doch nun wirklich niemanden interessiert. Ganz recht hat er damit sicherlich nicht, aber die Fans sind gekommen, um Musik zu hören. Die gibt es reichlich. Zurück auf dem aktuellen Album angekommen wird dem Zuhörerkreis nun „Breeding Hate“ entgegen gefeuert. Inzwischen hat sich vor der Bühne sogar eine Art Moshpit gebildet, der allerdings bei den anderen Besuchern nicht nur auf große Gegenliebe stößt.

Eine weitere, sehr eindrucksvolle Demonstration seines Könnens zeigt Michael Seifert bei „Ynglinga Saga“, was den Zuhörern sichtlich gefällt.

Der Solopart wird zur Glanzstunde der beiden Gitarristen Oliver Geibig und Stephan Karut. Mal davon abgesehen, dass die beiden keine Möglichkeit auslassen, sich gegenseitig zu necken, so geben die beiden doch ein eingespieltes Team ab, in dem immer jeder weiß, was der andere gerade macht.

So spielen sich Rebellion durch ein sehr abwechslungsreiches Set und vermitteln während des Auftritts vor allem eines: Spielfreude. Die Frischzellenkur hat der Band sichtlich gut getan. Die vier Frontlinienkämpfer agieren wirklich wie ein Team und diese tolle Stimmung springt auch auf die Zuhörer über. Es wird gefeiert, geklatscht, gesungen und auch der kleine Moshpit flammt immer wieder auf. Zum Ende des Konzerts hin wird er, vermutlich bedingt durch Alkoholgenuss, sogar etwas rabiat. Die weiter hinten stehenden Fans haben nicht so viel Verständnis für ihnen immer wieder entgegen fliegende Menschen.

Trotzdem hat das ganze Franzis bis zum Schluss des Auftritts mächtig viel Spaß. Auch die getrageneren Nummern wie „Seeres Tower“ kommen richtig gut an. Das wird wohl auch am guten Sound im Franzis liegen. Trotz der Tatsache, dass die Location ganz schön verwinkelt ist, machen die Tontechniker einen richtig guten Job und zaubern einen ordentlichen Klang in die Venue.

Als das Konzert mit „Vae Victis“ endet, ist sofort klar, dass niemand das Franzis verlässt, ohne eine Zugabe gehört zu haben. Das ist der Band sicherlich auch bewusst und so dauert es nicht lange, bis das Quintett wieder auf der Bühne steht und noch drei Songs zum Besten gibt.

Zum Abschluss gibt es „Rebellion“, „Sweden“ und „Einherjar“. Jetzt kann sich wirklich niemand mehr beschweren. Das macht auch niemand. Viele Fans bleiben noch im Lokal und warten, bis die Musiker nach vorne kommen, um den Fans Autogrammen zu geben oder mit ihnen Bilder zu machen. Geduldig werden sämtliche Wünsche erfüllt und erst dann leert sich ganz langsam die Location.

Setlist:

  • Rest In Peace
  • Ala Germanica
  • Arise
  • Odin
  • Breeding Hate
  • Ynglinga Saga
  • Aptrgangr
  • Demons Rising
  • Seeres Tower
  • Kiew
  • Born A Rebel
  • Furor Teutonicus
  • Vae Victis
  • Rebellion
  • Sweden
  • Einherjar
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