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Razorblade Festival 2010

Ein Underground-Festival mit höchstem Engagement

Underground kann so herrlich sein – so geschehen im September beim Razorblade Festival in Datteln. Doch leider scheinen nicht viele dieser Ansicht zu sein, wie sonst ist es zu erklären, dass sich viel zu wenige Fans im Raz tummelten, um dieser hochwertigen Veranstaltung auch einen würdigen Rahmen zu liefern. Vielleicht ein Appell an viele andere Undergroundbands, die sich über mangelnde Zuschauerzahlen beschweren, sich selbst aber auch nirgends blicken lassen.

Somit steht eine weitere Runde Razorblade Festival für 2011 noch völlig in den Sternen, und Cheforganisator Thomas müsste eigentlich einen Hut mit dem Hammer aufgesetzt bekommen, wenn er ernsthaft weiterhin sein Engagement für die heimische Szene vorantreiben will.

Dabei hatte er für perfekte Rahmenbedingungen gesorgt – unglaublich guter Sound, für ein Jugendzentrum eine Bühne der Extraklasse, und die neue Lichtanlage konnte ja schon beim Mercenaries Metal Meeting ihre Leistungsfähigkeit eindrucksvoll demonstrieren.

Fairytale

Und mit wie viel Spaß einige Undergroundkapellen solch ein Festival angehen, demonstrierten gleich mal Fairytale aus Recklinghausen. Nicht nur, dass sie recht kurzfristig für Arcane Circle eingesprungen sind, sondern sie übernahmen ohne zu murren die Openerposition, obwohl damit zu rechnen war, dass möglicherweise freitags gegen 19 Uhr nur wenige Nasen schon unterwegs sind.

Richtig erfrischend, völlig unbekümmert und mit einer Spiellaune, wo sich so genannte etablierte Bands gleich ein Duzend Scheibchen abschneiden können – so legten sich Fairytale gleich dermaßen energetisch ins Zeug, dass es richtig Spaß machte, dem Quintett zu lauschen. Doch leider hatte sich die Befürchtung bewahrheitet, dass nur wenige Fans zu dieser frühen Stunde zugegen waren. Dabei hatten die Metaller herausragende Songs am Start. Eindeutig hervorzuheben ist „Witching Hour“ mit einem leichten Omen-Touch und mit seiner „Spring-ins-Feld“-Tanzeinlage durch Frontmann Sascha. Aber auch „L:O:W“ ist ein oberamtlicher Stampfer und lädt zum Headbangen ein. Starker Auftakt einer Band, die nun zwar schon gute zehn Jahre besteht, aber leider über den Status der Undergroundzwerge nicht hinaus gekommen ist. Vielleicht hilft ja jetzt endlich das neue Line-Up durch mehr Stabilität.

Setlist:

The Dragon
Thundersword
The Fallen Priest
Unholy Magic
Witching Hour
L:O:W
Back To The Temple
Heavy Metal

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