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Raven, Hirax & Kill Ritual im Konzert (Essen, Juni 2017)

...wenn Alter keine Rolle spielt...

Raven wollen einfach nicht altern

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Raven

Nicht tot zu kriegen, die Gebrüder Gallagher, die nun schon seit 43 Jahren die Raven-Suppe am Köcheln halten und mit Joe Hasselvander auch einen starken Taktgeber hinter sich wissen, der ja jetzt auch fast drei Dekaden die Kessel bedient. Dieser ist allerdings aufgrund einer ernsthaften Erkrankung bei dieser Tour nicht dabei und wird von Kill Ritual-Drummer Dave Chedrick vertreten – an dieser Stelle nochmals alles Gute an Joe zur baldigen Genesung.

Und wenn man die Drei auf der Bühne agieren sieht, dann bekommt man vor lauter Staunen die Klappe nicht mehr zu, darf sich doch so manche deutlich jüngere Nachwuchstruppe ihr Energie-Scheibchen abschneiden, hier wird sich nicht auf dem Klassiker-Altenteil ausgeruht, sondern Musik gelebt, wie man bei den Soli unschwer in Marks Gesicht ablesen kann.

Zwar ist das Turock weit entfernt von ausverkauft, wer aber wie die britischen New Yorker nach dem aktuellen „Destroy All Monsters“ nur noch eine Old-School-Kamelle nach der anderen serviert, der zählt halt einfach zu den Fan-Gewinnern, sodass nach „Hard Ride“ die ersten lautstarken Sprechchöre jegliches Hörgerät ad acta legen. „Wenn der Terror uns eines gezeigt hat, dann, dass wir alle zusammen gehören“, so Johns passende und überraschend politische Ansage für „All For One“, was bei den Anwesenden auf positiv gestimmte Ohren trifft.

Und während man bei vielen Bands ausgiebige Single-Soli-Parts als überflüssig deklarieren kann, so darf man bei Raven gerne einen anderen Maßstab anlegen und die Selbstdarstellungen von Mark und John mit einem „die dürfen das“ abnicken. Die KIT-Gänger 2018 dürfen sich auf ein Special Set aus lediglich den ersten drei Alben freuen, doch schon heute stehen diese auch in Essen absolut im Vordergrund, wobei sich auch zwei Nummern vom vierten Langeisen „Stay Hard“ eingeschlichen haben. Besonders schön aber ist die olle Neat-Records-Story für die allererste Single „Don't Need Your Money“ und dem 20 Dollar-Angebot – erfreulich redselig, der gute John, der ja sonst sich mit Ansagen eher bedeckt hält.

Gut geölte Luftgitarren, einhundertfünfzig mitklatschende Handpaare, starke Whoohoo-Chöre zu „Break The Chain“ inklusive eines stark abgefeierten Medleys und der Zugaben-Oberknaller mit dem Steppenwolf-„Born To Be Wild“-Cover, da steht dann auch endgültig niemand mehr still. Einmal mehr eine starke Leistung der Metal-Senioren, die so gar nicht altern wollen.

Setlist:

Intro
Destroy All Monsters
Hard Ride
All For One
Hell Patrol
Hung Drawn & Quartered
Rock Until You Drop
Guitar Solo
Stay Hard
Faster Than The Speed Of Light
Mind Over Metal
Don't Need Your Money
On And On
Bass Solo (Star Sprangled Banner)
Break The Chain
Born To Be Wild (Steppenwolf-Cover)

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