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Raven, Hirax & Kill Ritual im Konzert (Essen, Juni 2017)

...wenn Alter keine Rolle spielt...

Hirax treffen auf eine willige Thrasher-Meute

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Hirax

Bei Hirax geht dann auch im Turock endlich die Post ab – auf und auch vor der Bühne. Das wird schon am zunehmenden Gedrängel in der Umbaupause deutlich, nicht wenige wollen sich schon die Plätze in den ersten Reihen sichern, um Thrash-Urgestein Katon die volle Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ohnehin, Hirax sind ja personaltechnisch auch recht stabil unterwegs, lediglich Drummer Mike stieg erst 2014 ein, dürfte damit aber den BesucherInnen des Headbangers Open Air 2015 schon längst ein Begriff sein.

Wie gewohnt fegt Katon quer über die Bühne, eine galante Mischung aus Aggression und unterhaltsamer „ich hab einfach nur Spaß“-Attitüde, die man ihm auch zu jeder Sekunde abnimmt, vor allem, wenn er sich mit seinem „Teufelshörnchen“-Markenzeichen ins rechte Frontlicht rückt. Aber auch so sucht der kleine Feger stets den Kontakt zu den Fans, klatscht regelmäßig ein paar Hände ab und feuert auch immer wieder an. Wie schon früh in „Lucifer's Inferno“, als der Stimmungspegel ganz leicht abzusacken droht - „come on, I can't hear you“, so seine Anstachelversuche mit Erfolg.

So langsam schaukelt sich das Barometer mehr nach oben, mit dem „Lightning Thunder“-Ausflug in die 80er ist dann die letzte Contenance weggefegt, phonstarke Sprechchöre als Zeichen der Old-School-Dankbarkeit kommen auf, lediglich mit einem fast schon nüchternen „Dankeschön“ durch Katon flankiert, der auch immer wieder mit dem Pathos behafteten „thanks for supporting Heavy Metal“ auf Punktejagd ist und auf offene Fanohren trifft.

Wer so bodenständig kompromisslos los thrasht und die Essener Mischpoke aufhetzt, der wird auch im weiteren Verlauf immer wieder mit fetten Sprechchören gefeiert, wer dann noch vor „Destroy“ auf den guten Lemmy Kilmister zu sprechen kommt und ihm den Song auch noch widmet, der hat im Pott vollends gewonnen, wie man dann auch unschwer an den Ohoo-Chören ablesen kann. Wiederholte Sprechchöre, lang gezogene Dankesrufe, Powerfäuste, da ist noch reichlich Energie im Sack, das ultimative „Hirax“-Finale wird mit dem zackigen „Broken Neck“ eingeleitet und endet mit dem Debütalbumsong „Bombs Of Death“ - schon Standard und beileibe kein schlechter. Am Ende sind auch drei von fünf ausliegenden Singles ausverkauft und das trotz der happigen 10-Euro-Auspreisung.

Setlist:

Hellion Rising
Baptized By Fire
Lucifer's Inferno
Lightning Thunder
Tied To The Gallow's Pole
Blind Faith
Black Smoke
Hate, Fear And Power
Hostile Territory
La Boca De La Bestia
Destroy
El Diablo Negro
Barrage Of Noise/ Walk With Death/ The Plague-Medley
Intro
Broken Neck
Bombs Of Death

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