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Rage im Konzert (Dezember 2009)

So feiert man den Silvesterabend - und nicht anders

Hübsche Frau - toller Gesang: Jen

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Herrlich – das Ende des Jahres verliert sich im Schnee, das Leben liegt halb brach und bereitet sich auf pulsierende Momente voll von Lichtblitzen, Alkoholika und rauschenden Festen vor. Hier ist allerdings nicht die Rede von banalen Silvesterpartys mit uninspirierter Musik, flachen Witzen und Bleigießen, vielmehr luden die Verteidiger des teutonischen Edelstahls zur zünftigen Feier in die Zeche Bochum, und mindestens 400 Partygäste fanden sich trotz spiegelglatter Straßen zum Jahresabschluss ein.

Rage

400 Partygäste sind schon eine ordentliche Leistung, auch wenn das Szeneurgestein Rage, die bekanntlich ihre Wurzeln im Pott haben, vielmehr Beachtung verdient hätte. Aber Peavy selbst stapelte kurz vor Toresöffnung noch tief und konnte gar nicht so recht glauben, dass sich bei diesen Witterungsbedingungen und dann auch noch am Silvesterabend überhaupt jemand auf den Weg in die Zeche begäbe.

Der Jubel zur Begrüßung war schon enorm, und zu weiter vorgerückter Stunde schwoll die Begeisterung immer deutlicher an. Man muss hier aber auch konstatieren, dass so Heavy Metal aus dem Pott auszusehen hat. Mit einer ordentlichen Portion Spaß in den Backen wurde immer wieder in den kurzen Spielpausen durch Peavy darauf hingedeutet, wie geil es denn sei, an diesem speziellen Abend auf der Bühne zu stehen und soviel Unterstützung zu erfahren. Und nachträglich beschenkten Rage die Fans mit fetten 28 Songs aus dem Repertoire der enormen Discographie, und von früher rage’scher Anfangszeit bis zu den aktuellen Werken wurde kaum ein Wunsch ausgelassen. Fettes Brett und ordentliche Vollbedienung.

Ganz gleich, ob „Refuge“ oder starke Losgehrocker wie „Gentle Murders“, das Publikum feierte mit, die Haarpracht, sofern vorhanden, durchschnitt die Luft, unaufhaltsam angepeitscht durch Rage in bester Spiellaune. Posen und Zunge rausstrecken, sich feiern lassen – war doch klar, dass kein Bein still stand und die Thekenfrauen sich im Zapfrausch befanden. Und auch die gute alte, jung gebliebene Jen schmiss sich ins Konzertkleidchen, steppte auf die Bühne und hinterließ nach dem „Lord Of The Flies“ und „From The Cradle To The Grave“-Doppelpack so manch weit heruntergeklappte Kinnlade.

Ein Hit jagte den nächsten, und es hätte ewig weitergehen können, doch neben den in bester Feierlaune angewärmten Fans wollten Rage rechtzeitig vor Mitternacht fertig werden. Und so konnte man den Eindruck gewinnen, dass alle Songs einen Tacken schneller, 'ne Prise aggressiver als üblich in die Masse gehobelt wurden. Der reguläre Teil war dann nach 22 Songs beendet – welch Energieleistung von Band und Fans.

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