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Radio Havanna & Der Wahnsinn im Konzert (Dresden, April 2018)

„Faust hoch in die Nacht“

Radio Havanna

Nachdem nun also schon der Wahnsinn im Klub ausgebrochen ist, ist es nun an Radio Havanna von „Utopia“ zu berichten und ihr neues Liedgut unter die Leute zu hauen.

Gestartet wird allerdings mit „Unnormal“ vom vorletzten Album, an welches sich passenderweise gleich „Homophobes Arschloch“ anschließt. Das stimmungstechnische Hoch bleibt erhalten und wird gar noch ausgebaut; wo vorher noch Grüppchen vor sich hin tanzten, entsteht nun ein Pulk, der sich im gemeinschaftlichen Springen übt. Hin und wieder wird auch mal der Nachbar zum Pogo animiert, klappt besonders beim kräftig hineinpreschenden „Fresst oder sterbt“ besonders gut und hiernach gibt es erst mal eine kleine Pause zur Begrüßung.

Ein paar wärmende Worte gibt es nun ebenfalls für die Vorband, das nachfolgende Lied über Zigaretten und Alkohol wird gleich noch selbiger gewidmet und damit kann man sich das nächste Mal zu „Früher oder Späti“ durch den Saal schubsen lassen. Sind die Alben der Berliner thematisch schon sehr vielfältig, steht die heutige Setlist dem nicht ansatzweise nach; von Party-Stimmung geht es direkt hinüber zum pessimistischen Ausblick auf die Spezies Mensch, welcher mit „Mein Name ist Mensch“ in gelungener Form daherkommt. Genau diese Mischung bleibt auch infolge erhalten, irgendwo zwischen Kampfansagen, zwischenmenschlichen Themen und Feierlaune fühlt sich jeder im Saal irgendwie angesprochen, obendrauf gibt es gar noch ein Schlückchen „Berliner Luft“ für die ausgedörrten Kehlen. Wird langsam auch bitter notwendig, der eh schon heiße Tag entwickelt sich auf seine letzten Stunden nun zur echten Hitzeschlacht.

Ernsthafter wird es wieder zu „Faust hoch“, eine „F*ck AfD“-Flagge wird geschwenkt und die Fäuste schnellen hier nun wie von allein hoch. Aber dabei bleibt es ebenfalls nicht allzu lang, schon beim Prinzen-Cover „Alles nur geklaut“, darf wieder deftig das Tanzbein geschwungen werden. Mit „Phönix“ gewährt der Vierer gar noch ein paar hymnischen Klängen den Zugang zum Programm, die nur zu gern angenommen werden. Bloß die Aussicht auf das Ende des Sommers und das nun eingeläutete Ende des Konzerts trübt etwas die Stimmung, selbst wenn „Anti alles“ nochmals anständig über die Bühne brettert.

Eine Zugabe scheint mittlerweile eh unumgänglich und die folgt in der akustischen Version von „Goldfischglas“, um von dem eh schon sehnsüchtig erwarteten „Utopia“ abgelöst zu werden. Wieder heißt es Vollgas und bevor nun „Raketen“ abgefeuert werden, gibt es noch eine kleine Diskussion, ob Schlagzeuger Anfy eigentlich Kosmonaut oder Ostronaut werden wollte. Ist an dem Punkt eigentlich egal, Hauptsache es knallt nochmal richtig, denn mit „Kaputt“ steht schon der tatsächliche Schlusspunkt ins Haus. Ein letztes Mal heißt es sich heiser schreien, springen, Fäuste geballt in die Höhe werfen und dies am besten gleich alles zusammenzubringen. Damit ist „Kaputt“ nicht nur letzter Titel, sondern zugleich Zustandsbeschreibung für die Fans, die nun in die laue Nacht entlassen werden.

Setlist:

Unnormal
Homophobes Arschloch
Fresst oder sterbt
Früher oder Späti
Mein Name ist Mensch
Dynamit
Feuer
Unvergänglich
Faust hoch
Alles nur geklaut
Faschist
Phönix
Schwarzfahrer
Anti alles

Goldfischglas
Utopia
Raketen
Flüstern, Rufen, Schreien
Kaputt

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