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Radio Havanna & Der Wahnsinn im Konzert (Dresden, April 2018)

„Faust hoch in die Nacht“

Hochsommerliche Temperaturen laden zu einem Mojito an der Strandbar, die Elbwiesen in Dresden sind des Abends dicht besiedelt und eigentlich könnte man sich tatsächlich nichts Besseres vorstellen, als mit einem kühlen Drink auf einer gemütlichen Sonnenterrasse zu sitzen. Trotzdem verirrt sich eine größere Traube an Menschen in den Klub Scheune, Anlass hierfür ist eine Band, die immerhin etwas Karibik-Feeling im Namen trägt und im Januar ihr neues Album vorlegte: Radio Havanna sind auf Utopia-Tour.

Doch bevor die Berliner in die Saiten hauen, schlägt erstmal

Der Wahnsinn

zu. Das kapitalistisch-materialistisches Punkrock-Duo aus Hamburg findet zwar erstmal nicht den richtigen Weg zur Bühne, kommt dort schließlich doch noch an und grüßt mit einem „Moin, moin. Kommt rein, es wird schön“.

Erstmal wird es jedoch ungewohnt, immerhin sieht man nicht zu oft die Besetzung Bass und Schlagzeug, die sich dafür aber ziemlich geil anhört. Der Einstieg mit „Werther“ ist schon das beste Beispiel, hier rappelt es ordentlich in der Kiste und damit kommt auch sofort Bewegung in den Saal. Selbst wenn der Enthusiasmus der Zuschauer noch nicht zu gebündelt funktioniert und sich eher versprengt durch die Reihen zeigt, lassen sich die ersten Minuten schon gut an.

Mit „Fleisch“ packen die Hamburger gleich noch einen drauf, hier kommt druckvoller Punk auf die Bühne, der mit vollem Soundgebilde überrascht und zudem noch über reichlich Wiedererkennungswert verfügt. Um das Duo wirklich zu mögen, sollte man sicherlich eine ausreichende Liebe hin zu Ironie und manchmal gar schwarzen Humor verfügen. Denn genau mit diesen Stilmitteln werden die Texte gewürzt, selbst wenn sie an diesem Abend leider hin und wieder etwas untergehen. Hier werden „Hooligans“ gegrüßt oder dem Kaufrausch gefrönt, den man immerhin am Merch-Stand gleich noch legal ausleben sollte, schließlich hat das Duo sonst ihren materialistischen Ruf zu verlieren.

Für „Paguda“ bedarf es dann der Unterstützung der Zuschauer, natürlich nicht ohne vorher Dresden für die Grundlage der Bewegung zu danken, ihnen bleibt damit das „Aber“ im Titel überlassen, was tatsächlich recht vollmundig aus den Kehlen strömt. Damit ist man allerdings schon gen Ende des Gigs angekommen, der letzte Song gilt dem wichtigsten Menschen überhaupt und schon knallt „Ich“ in die Hütte, um einen fetten Schlusspunkt zu setzen.

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