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Radio Havanna, Alex Mofa Gang im Konzert (Werk 2, Februar 2015)

Zwei Bands entflammen Leipzig

Alternativrock auf höchsten Niveau bieten Alex Mofa Gang

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„Unsere Stadt brennt“ nennt sich der neueste Output von Radio Havanna, der Mitte Februar das Licht der Welt erblickte. Die Zündschnur, die die Wahlberliner legten, ist allerdings nicht als wirklich lang zu bezeichnen, denn gerade mal sechs Tage nach Erscheinen begaben sie sich zum Tourauftakt.

Alex Mofa Gang

Auch wenn der heutige Zwischenstopp in Leipzig etwas später angesiedelt ist, scheinen hier noch nicht zu viele Messestädter Lunte gerochen zu haben. Der Saal will sich nicht wirklich füllen, so stehen gerade mal um die fünfzig Leute bereit, um die erste Band des Abends zu begrüßen. Alex Mofa Gang scheint dies aber nicht wirklich zu stören, nicht nur, dass sie tatsächlich auch pünktlich ihren Gig beginnen, sie kennen offensichtlich nur ein Motto und dies heißt: Feuer frei!

Das Intro in Form eines Prologs heizt zwar noch nicht wirklich ein, fesselt aber umso mehr und lässt die Spannung auf das Kommende durchaus steigen. „Die Reise zum Mittelmaß der Erde“ beginnt und dies mit einem furiosen Auftakt. Von Null auf Hundert sind die Herren der Alex Mofa Gang da und knallen ihre Titel mit Vollgas in das noch unaufgewärmte Publikum. Die Überraschung steht dort wiederum tief ins Gesicht gemeißelt und dies ändert sich auch nicht, als Frontmann Sascha auf dem Merchandisingstand weiter interpretiert.

Nach dem krachenden „Lieber ganz alleine“ wird es Zeit für eine Begrüßung und einer Kurzvorstellung. Nun wissen auch alle Zuschauer, dass die Mofa Gang aus einem Außenbezirk von Leipzig stammen, der sich Berlin nennt. Danach geht es für die frisch eingemeindeten Randleipziger weiter und für Frontmann Sascha ist „Richtung, Weg!“ der Hinweis nun auch eine neue Richtung anzuvisieren. Diesmal geht es nach oben zu der Lichttechnik, um dort einen Beutel mit Bandaufdruck zu befestigen. Klappt zwar nicht wirklich, dafür läuft es auf der Bühne auch weiterhin sensationell. Ein Song wie der andere wird abgespult und geht sofort ins Ohr. Oft mit drei Gitarren am Start, einem starken Schlagzeug und einem Bass, der sich trotzdem noch durchsetzen kann, erzeugen die Berliner ein wuchtiges Klangbild, was völlig vom Hocker reißt. Davon mal ganz abgesehen, dass hier eigentlich eh Niemand mehr sitzt. Auch „Paris! Berlin! Schwerin!“ gibt nicht ansatzweise einen Anlass sich nach einer Sitzgelegenheit umzuschauen, es sei denn man ist schon zu ausgelaugt. Ein Blick in den Saal, der sich erfreulicherweise nun doch noch etwas gefüllt hat, gibt aber Auskunft darüber, dass jetzt noch niemand einschmeißen will.

Allerdings kündigt sich nun eh eine Pause an. Alex Mofa Gang bedanken sich bei Radio Havanna dafür, dass sie hier sein dürfen und kündigen den letzten Titel an. Mit „Alles wie es war“ bleibt auf der Bühne auch alles so, wie es in der letzten halbe Stunde war. Umher treibend zwischen ruhigen Teilen und einem explosiven, großartigen Zwischenspiel, wird auch der letzte Song zu einem absoluten Ohrenschmaus. Damit wird man in ein kurze Ruhepause entlassen, bei der endlich wieder Zeit zum durchschnaufen ist.

Setlist: 

Knapp verpasst
Lügen
Lieber ganz alleine
Viel zu viel
Richtung, Weg!
Wenn du
Immer noch so jung
Paris! Berlin! Schwerin!
Alles wie es war

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