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Psychotic Waltz & Ghost Ship Octavius im Konzert (Hamburg, Oktober 2019)

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Ghost Ship Octavius: Gute Performance, weniger guter Sound.

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Nächstes Jahr ist es wohl wirklich endlich soweit: Psychotic Waltz bringen, nachdem sie sich vor etwa neun Jahren wiedervereinten, nach x-fachen Ankündigungen und Verschiebungen endlich ihr fünftes Studioalbum heraus – das erste seit dann 24 Jahren! Die kleine Tour vorab (vier Dates in Deutschland, eines in den Niederlanden) scheint daher so etwas wie ein Warm-up zu sein, denn 2020, mit einem neuen Album im Gepäck, plant die Truppe eine weitaus umfangreichere Tournee. Wer hier dabei ist (im akuten Fall am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, im Hamburger Knust), darf sich also ein wenig privilegiert fühlen und möglicherweise sogar auf die eine oder andere neue Nummer hoffen. Zuvor jedoch tritt mit

Ghost Ship Octavius

noch ein Supportact auf, der ebenfalls aus den Vereinigten Staaten angereist ist. In der Band, die sich nach einem legendären Geisterschiff benannte, das 1775 vor Grönland mit komplett erfrorener Mannschaft gefunden wurde, spielen u.a. Ex-Nevermore-Drummer Van Williams und Ex-God Forbid-Gitarrist Matt Wicklund – dass hier erfahrene Könner und keine Anfänger am Werk sind, dürfte also klar sein. Das Quartett hat Anfang 2018 seinen Zweitling „Delirium“ herausgebracht, nachdem bereits 2015 das selbstbetitelte Debüt veröffentlicht wurde.

Man spielt gefälligen, sehr melodischen Metal mit angenehm unaufdringlich platzierten Prog-Elementen, gekleidet in eine düster angehauchte Atmosphäre, die bestens zur lyrischen Thematik (Nautik, wer hätte das gedacht?) und Ästhetik der Formation passt, die mit bleichen Gesichtern und dezent geschminkt auftritt. Geschickt wird zwischen metallischen und sanfteren, epischen und technischeren Momenten gewechselt, die Vocals von Frontmann Adōn Fanion pendeln zwischen rau und melodisch – und Songs wie „Turned To Ice“, „Bleeding On The Horns“ oder „Mills Of The Gods“ besitzen zweifellos Vielfalt und Klasse, auch wenn hier und da etwas mehr Eingängigkeit nicht schaden könnte.

Dieser Eindruck mag allerdings auch daher rühren, dass der Sound alles andere als optimal eingestellt ist und die Gitarren im Bass- und Schlagzeugbrei leider ziemlich untergehen. Die Leute scheint das nicht zu stören, denn das Knust ist bereits gut gefüllt und den Fans scheint zu gefallen, was sie hören, denn der Applaus ist durchaus stattlich. Umso erstaunlicher, als dass mal wieder trotz angekündigtem Beginn von 21 Uhr einfach eine halbe Stunde früher angefangen wird. Eine Unverschämtheit natürlich, aber ich werde jetzt nicht wieder mit einer Tirade anfangen; was dieses Thema angeht, bin ich es einfach nur noch leid.

Ghost Ship Octavius hat dies jedenfalls glücklicherweise nicht geschadet, man bedankt sich nach einer etwas mehr als halbstündigen Performance artig und macht noch schnell ein Selfie mit dem Publikum, bevor es in die Pause geht. Trotz prinzipiell nicht optimaler Rahmenbedingungen dürften die Amis sich hier ein paar neue Fans erspielt haben.

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