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Prong, Tieflader im Konzert (Köln, August 2014)

Engagierte Bands treffen auf verhaltenes Publikum

Tieflader haben es schwer beim Düsseldorfer Publikum

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Düsseldorf ist schon ein hartes Pflaster, womit ganz sicher nicht die Blaubasaltsteine in der Altstadt gemeint sind. Prong spielen im neuen Club 134 – im selben Gebäude wie das Stahlwerk –, allerhöchstens 150 Fans sind an diesem Abend dabei, jedoch nur ein gutes Drittel feiert auch richtig mit, die meisten anderen steigen dann gelegentlich ein, ein letzter Bruchteil muss sich jedoch fragen lassen, was sie heute Abend denn hier eigentlich wollen, denn auf Konzertstimmung sind sie definitiv nicht gepolt. Als Support sind heute Tieflader am Start.

Tieflader

Gleich für drei Shows sind die Stuttgarter Tieflader auf die restliche Sommertour von Prong aufgesprungen – heute in Düsseldorf, morgen in Aachen und übermorgen sind sie auch in ihrer Heimatstadt am Start. Nur die wenigsten der heute Anwesenden haben im Vorfeld überhaupt davon gewusst, welche Band denn heute noch als Support spielt – weder auf der Homepage des Stahlwerks noch irgendwo bei Prong selbst war davon etwas zu lesen – kein Wunder also, dass in den ersten Minuten ein „wer ist das?“ die meist gestellte Frage ist.

Und wie so viele Vorbands müssen auch Tieflader erst ein wenig von ihrem Können nachweisen, bevor sie Applaus bekommen, und ist dieser nach „Es hört nie auf“ noch recht übersichtlich, so steigert sich das dann doch von Song zu Song. Immer mehr Leute sieht man mit sanft nickenden Köpfen dem Rhythmus folgen, doch auch wenn Frontmann Patrick versucht, die Fans zur Powerfaust zu animieren, erntet er ein mehr als maues Feedback.

Musikalisch sind die Baden-Württemberger im groovigen Metal verortet und halten sich strickt am Plan, deutsche Texte zu offerieren. Auf der Bühne haben sie aber nur wenig Platz für eine ausflippende Show, denn Drummer Benny musste seine Kessel zusätzlich auf der Bühne platzieren, wodurch Bassist Robert links wie abgeschnürt wirkt, was aber Patrick nicht davon abhält zu versuchen, die Stimmung etwas aufzulockern. „Kein Schlaf für 'Stuttgart'“, so seine Ansage, und bei der dritten Wiederholung steigen dann auch ein paar Leute mit ein.

Ein bisschen Werbung noch für das neue Album „Schreit nach Vergeltung“, dazu die Vorfreude, doch mit den Anwesenden auch ein Bierchen am Merchstand zu vernichten – schon sind sie durch mit ihrem Part, nicht wenige im Publikum scheinen zufrieden, doch die ganz große Sause konnten Tieflader nicht entfachen.

Setlist:

Tieflader
Lauter
Stuttgart
Es hört nie auf
Fukushima
Hunger
Schrei nach Vergeltung
Opfer
Hier kommt der Hammer
Strom

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