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Prong, Klogr im Konzert (Essen, März 2014)

Tourauftakt nach Maß

Klogr hätten mehr aus der Show machen können

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Hätte, hätte, Fahrradkette. Am Ende ist der Tourstart aber besser als befürchtet. Wie das? Nun, Prong kommen entweder einen Monat zu früh oder das neue Album „Ruining Lives“ kommt einen Monat zu spät. Insgesamt sind es dann aber doch 222 zahlende Gäste im Essener Turock, die am Mittwochabend vor Ort für eine amtliche Party beim Auftakt sorgen. Vielleicht hätten es auch ein paar mehr sein können, allerdings ist der öffentliche Nahverkehr wegen einer tariflichen Auseinandersetzung im Ausstand – Politik trifft auf Kultur.

Nur so als kleiner Hinweis: 2 Bands, 222 Gäste, 22 Bilder von Klogr und 33 Shots von Prong – ein Hoch auf die Schnapszahlen.

Klogr

Schon letztes Jahr hatten sich die italienischen Alternative Metaller Klogr – übrigens Kay-log-are ausgesprochen – für vier Shows nach Deutschland verirrt, im metallischen Schmelztiegel Ruhrgebiet aber spielen sie zum ersten Male. Frisch für die Tour als Prong-Support haben sie auch mit „Black Snow“ ihr neues Album mitgebracht, welches sie verständlicherweise in den Fokus packen, können sie doch davon ausgehen, dass heute Abend eh (wenn überhaupt) die wenigsten mit dem Songmaterial der Band vertraut sind.

Auch wenn also schon früh weit mehr als 100 Gäste vor Ort sind, tut sich wie schon gewohnt direkt vor der Bühne eine empfindliche, drei Meter breite Lücke auf, die von Klogr auch im Verlaufe des Sets nicht geschlossen werden kann. Während das, was sie musikalisch ins Turock braten, ganz in Ordnung ist, zeigt sich gerade Tongeber und Frontmann Gabriele deutlich zu passiv, um die Leute zu mehr Initiative anzustiften. Insgesamt ist das Quartett einfach viel zu inaktiv, um so vielleicht die Voraussetzung für mehr Bewegung im Publikum zu sorgen.

Über mangelnden Applaus können sie sich in Essen allerdings nicht beschweren, vor allem nicht, als Gabriele mit „Bleeding“ wieder mehr Geschwindigkeit verspricht. Die eingeforderte Powerfaust wird ihnen aber verweigert. „Es gibt viel Scheiße im Namen des Profits“, so die Kampfansage, „da gilt nur“ „Zero Tolerance“.

Mit einem „Danke Essen, freut ihr euch schon auf Prong?“ werden sie auch verbal der Anheizerrolle gerecht, mit „Guinea Pigs“ und einem „wir sehen uns gleich auf ein Bier am Merchstand“ verabschieden sie sich unter gutem Applaus und haben sich dabei recht wacker verkauft.

Setlist:

Room To Doubt
Draw Closer
Vultures Feast
Bleeding
King Of Unknown
Failing Crowns
Zero Tolerance
Guilty And Proud
Hell Of Income
Guinea Pigs

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