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Pro-Pain, Powerstroke im Konzert (Lünen, Dezember 2014)

Kurzweilig und voll

Die eine oder andere exklusive Show durften wir ja schon im „Das Greif“ erleben – da denkt man doch nur allzu gerne an Downset, Biohazard und Co. Heute liegt es nun an Pro-Pain, den Club zum Kochen zu bringen, was bei einem fast ausverkauften Laden dann auch an einem Donnerstagabend kein Problem werden sollte. Als Support sind die komplette Tour die Belgier von Powerstroke mit an Bord, als „Local Hero“ präsentieren sich May The Force Be With You, haben aber laut Aussage der Anwesenden eher mit hüftsteifem Publikum zu kämpfen.

Powerstroke

Und das sieht bei Powerstroke auch nicht wesentlich anders aus. Auch in kleinen Clubs kann man prima die Drei-Meter-Bannzone einhalten, heute im Greif ist das der Beweis. So kommt natürlich nur bedingt wirklich Stimmung auf und die Belgier tun sich sichtlich schwer, diesen Bann zu knacken.

Drei Alben haben die Ostflandern in ihren bisherigen sechs Jahren angesammelt, das aktuellste Scheibchen „In For A Penny, In For A Pound“ veröffentlichten sie im letzten März via Mighty Music. Und auch wenn überall das Etikett „Thrash/ Groove Metal“ draufsteht, so kann man das live so nicht bestätigen, pendeln sie doch eher irgendwo zwischen Hardcore und Death Metal hin und her, was dann vielleicht auch die Zurückhaltung im Publikum begründen mag.

Schnell aber müssen Powerstroke erkennen, dass hier heute nicht wirklich viel zu holen ist, denn die eingeforderte Powerfaust beim Opener stößt auf mehr als übersichtliche Gegenliebe. Während Gitarrist Nuyt mit seinem Celtics-Shirt punkten kann, so schreckt Neufrontmann Bavo mit seinem aufgesetzten Eeklo-Bronx-Style doch eher etwas ab. Zum Glück steigert er sich gesanglich gegen Ende der Show, was sicherlich auch zu verbesserten Fanreaktionen führt.

Sind es nämlich zum Showstart nur zwei, drei Paar Hände, die für klatschenden Rhythmus sorgen, so sind es beim Titeltrack der ersten Platte „Once We Were Kings“ schon gut zwei Dutzend der Anwesenden, die sich mit Applaus nicht zurückhalten. Das Eis bricht ja auch endlich nach der Blowjob-Geschichte zu „Centerfold“ (Details bitte! – Anm.d.Red.), doch als Bavo noch bei „Kickback“ nachfragt, ob denn alle Bock auf „Violence“ haben, muss er mit Erstaunen ein „Niemand“ hinnehmen. Doch das Mitklatschen beim Rausschmeißer "Going Down In Style" macht dann wieder versöhnlich. Leider durchwachsen und wenig überzeugend, da muss man als unbekannte Truppe leider mehr vorlegen.

Setlist:

Love To Hate
Face 2 Face
The Power & The Strength
Kickback
Just Saying
Centerfold
Until The Fat Lady Sings
Uncovered
Once We Were Kings
Going Down In Style

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