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Primordial, Moonsorrow, Der Weg Einer Freiheit & Death The Leveller im Konzert (Hamburg, April 2018)

Großartiger Abschluss der „Heathen Crusade 2018“

Primordial

Beim Headliner ist der Saal dann wirklich fast komplett voll, viel dürfte nicht mehr fürs „Ausverkauft“-Schild fehlen. Im Gegensatz zu den beiden vorigen Bands leiten Primordial ihren Auftritt mit einem aktuellen Song ein, der Opener „Nail Their Tongues“ bildet den Anfang aus einem Reigen von epischen Pagan-Hits. „Gods To The Godless“ hingegen ist natürlich ein Klassiker – erstaunlich eigentlich, dass die Iren den Track bereits so früh im Set zocken. Aber was soll’s, stimmungsmäßig kann man eh nicht mehr viel toppen, Frontmann Alan Averill „Nemtheanga“ – wie immer mit Leidenschaft bei der Sache – muss gar nicht viel tun, um die Meute bei Laune zu halten.

Gleich fünf Songs entstammen dem neuesten, im März veröffentlichten Album „Exile Amongst The Ruins“, auf dem die Band erneut ihre Stärken gebündelt hat – klar, die Platte hat nicht unbedingt viel Neues in dem Sinne zu bieten, aber Primordial gehören ja schon länger zu jenen Gruppen, bei denen man mehr oder weniger weiß, was man zu erwarten hat. Natürlich sind es aber die Klassiker, die das Publikum am meisten zum Ausflippen bringen. „As Rome Burns“ zum Beispiel gehört einfach ins Liveset des Fünfers, beim „Sing to the slaves“-Part singt und klatscht jeder im Saal mit und das fantastische „The Coffin Ships“ gehört ohnehin mit zum Besten, was die Jungs je komponiert haben.

Alan erweist sich als etwas gesprächiger als die Frontmänner der drei vorigen Bands, doch da es sich bei seinen Texten stets um kleine Geschichten handelt, lässt sich auch praktisch zu jedem Titel eine kleine Anekdote erzählen. So berichtet er unter anderem über den Inhalt von „To Hell Or The Hangman“, in dem es um einen Vater geht, der seinen eigenen Sohn an den Galgen bringt – jaja, eine wirklich freundliche Story, aber bei Primordial geht es nun einmal nicht um plüschige Kaninchen und Regenbögen.

Nachdem sich beim erwähnten Epos „The Coffin Ships“ alle verausgabt haben, verspricht Alan „noch zwei weitere“ – beide sind dem vielleicht stärksten Album „To The Nameless Dead“ entnommen, wie sich zeigt. Bei den letzten Tönen von „Empire Falls“ ist es bereits kurz nach Mitternacht – Band und Fans holen noch einmal alles aus sich heraus, hundertfach donnert „Where is the fighting man? Am I he?“ durch die Location. Anschließend ist Feierabend: Auch Primordial haben 90 Minuten richtig Gas gegeben, nach so viel Musik mit vier Auftritten, von denen quasi zwei Headlinerstatus hatten, wenn man so will, sind die meisten dann auch sicher müde, aber dafür garantiert hochzufrieden. Ein grandioser, intensiver Abend mit einem exzellenten Band-Package, an dem eigentlich alles stimmte. Wann jedenfalls hat man es bei vier Bands mal erlebt, dass man bei nicht einer großartig am Sound meckern musste – allein das hat Seltenheitswert…

Setlist:

Nail Their Tongues
Gods To The Godless
Exile Amongst The Ruins
No Grave Deep Enough
To Hell Or The Hangman
As Rome Burns
Stolen Years
Traitors Gate
Upon Our Spiritual Deathbed
The Coffin Ships
Heathen Tribes
Empire Falls

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