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Primordial, Moonsorrow, Der Weg Einer Freiheit & Death The Leveller im Konzert (Hamburg, April 2018)

Großartiger Abschluss der „Heathen Crusade 2018“

Moonsorrow

Es ist bis hierhin der Abend der Longtracks, denn neben ihren bekanntermaßen komplett auf Finnisch gehaltenen Songtexten zeichnen sich auch Moonsorrow vor allem durch ihre epischen Kompositionen aus, die gerne mal 15 Minuten und länger sein können. Auch heute schaffen es Ville Sorvali und Co., mit lediglich sechs Stücken auf der Setlist rund 75 bis 80 Minuten auszufüllen.

Gestartet wird mit dem „Verisäkeet“-Song „Pimeä“, bevor man sich mit dem folgenden „Ruttolehto incl. Päivättömän Päivän Kansa“ (schon beim Schreiben und Lesen dieses Titels kriegt man ja glatt einen Knoten in der Zunge) dem aktuellen Werk „Jumalten Aika“ zuwendet. Bei dieser Nummer hat Korpiklaani-Sänger Jonne Järvelä auf dem Album einen Gastauftritt – den er live sogar umsetzen konnte, als Moonsorrow und Korpiklaani auf ihrer letzten Tour zusammen unterwegs waren. Diesmal erledigen die Jungs dies selber, was selbstredend definitiv besser ist, als besagte Passage vom Band laufen zu lassen.

Der Laden ist nun noch ein bisschen voller geworden, es wird gefeiert, als gäbe es kein Morgen und das Thekenpersonal wird ordentlich beschäftigt. Natürlich wird auch aus voller Kehle mitgesungen, gerade der Jonne-Järvelä-Song bietet jede Menge „Ohoho“-Männerchöre – die Texte selbst indes fehlerfrei mitzuschmettern, wäre vom deutschen Publikum wohl etwas zu viel verlangt. Mit „Kivenkantaja“ gibt es noch einen weiteren Abstecher in alte Zeiten (hier wollen tatsächlich einige Bekloppte einen völlig deplatzierten Moshpit etablieren, mangels Beteiligung und Unmut anderer Zuschauer löst sich dieser zum Glück aber schnell wieder in Wohlgefallen auf), bevor die Finnen mit „Mimisbrunn“ wieder in die Gegenwart zurückkehren.

„Mimisbrunn“ (nach Meinung des Autors der beste Song auf „Jumalten Aika“) hatten sie auf erwähnter Tour mit Korpiklaani als einzigen Track der Platte nicht gespielt, so ist es nur konsequent, die Nummer diesmal mit ins Programm aufzunehmen. Danach kündigt Ville, der sich ansonsten wie auch die beiden vorigen Frontmänner mit Ansagen sehr zurückhält, schon das letzte Stück an. Auf daraufhin aufkeimende Laute des Bedauerns entgegnet er zurecht: „Ah, come on, it’s fifteen minutes long!“

Eine Aussage, die Moonsorrow bequemerweise bei fast jedem ihrer Songs in einer solchen Situation treffen können. Bei „Kuolleiden Maa“ können die Fans dann sogar auch richtigen Text mitsingen; am Ende des Stückes wird der Titel immer wieder skandiert und von der Aussprache sind diese Wörter ja gerade noch machbar. Auf jeden Fall einmal mehr ein fantastischer und kurzweiliger Auftritt dieser außergewöhnlichen Combo, der zudem mit einem sehr guten Sound daherkam.  

Setlist:

Pimeä
Ruttolehto incl. Päivättömän Päivän Kansa
Suden Tunti
Kivenkantaja
Mimisbrunn
Kuolleiden Maa

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