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Primordial, Moonsorrow, Der Weg Einer Freiheit & Death The Leveller im Konzert (Hamburg, April 2018)

Großartiger Abschluss der „Heathen Crusade 2018“

Der Weg Einer Freiheit

Bei der Truppe aus Süddeutschland ist es dann schon wesentlich voller. Was natürlich zu erwarten war, schließlich sind Der Weg Einer Freiheit schon etwas länger im Geschäft – erst letztes Jahr brachten sie ihre vierte Studiolangrille „Finisterre“ unters Volk. Der Saal ist fast voll und als die Band die Bühne betritt – wobei sie durch den massiven Einsatz der Nebelmaschine eigentlich kaum zu sehen ist –, befindet sich das Stimmungsbarometer bereits ziemlich weit oben. Pommesgabeln und Powerfäuste sind allerorts zu sehen und es wird nach allen Regeln der Kunst geheadbangt. Ohne großes Brimborium ziehen die Jungs ihren Stiefel durch und sorgen für absolute Begeisterung; die ausgefeilten und zumeist überlangen Kompositionen atmen die klassische melodische Schweden-Schule, passend, dass Frontmann Nikita Kamprad da im Dissection-Shirt aufläuft.

Stellt sich die Frage, warum das Quartett in Black-Metal-Kreisen immer noch zum Teil vehement abgelehnt wird. Wahrscheinlich, weil sie auf Killernieten, Corpsepaint und alberne Pseudonyme verzichten und lyrisch tatsächlich etwas zu sagen haben abseits der ausgelutschten, klischeehaften, lächerlichen und sich ständig wiederholenden Antichristen/Satanisten-Hasstiraden (gähn...). Da scheint auch der Bandname Programm, denn diese Combo nimmt sich die Freiheit anders zu sein – das gilt auch für die Musik, die in der Umbaupause ertönte: tiefschürfende klassische Klaviermusik statt Geballer, das hat auch mal was, vor allem Stil.

Hier und heute jedenfalls gilt: Der Weg Einer Freiheit räumen bei gutem Sound total ab und beweisen einmal mehr, dass sie zur Speerspitze des deutschen Schwarzmetalls gehören. Auch dieser Auftritt zeichnet sich durch hohe Intensität aus und gerade beim Instrumental „Skepsis, Part I“, bei dem sich auch Nikita mal ein wenig vom Mikro lösen und sich etwas mehr bewegen kann, zeigt sich, dass die Kerle Bock haben und mit Spielfreude dabei sind. Insgesamt zwei der fünf Stücke sind der aktuellen Scheibe entnommen, zwei von dessen Vorgänger „Stellar“, außerdem kommt der Zwölf-Minuten-Brocken „Zeichen“ vom „Unstille“-Album zum Zug.

Der Abend ist somit jetzt schon mehr als gelungen, dazu haben Der Weg Einer Freiheit massiv mit beigetragen, die sich sogar einiger Zugabe-Rufe erfreuen dürfen, die aber nicht erfüllt werden können. Sollen die Hater der unsäglichen Szenepolizei doch haten, in ihrer Borniertheit entgeht diesen Leuten eine ganz feine Black-Metal-Band.

Setlist:

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