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Primal Fear, Bonfire und Snakebite im Konzert (Bochum, Oktober 2016)

Metal Rulebreaker, The Black Metal Souls in the Jaws Of Death Forever

Primal Fear

Natürlich könnten die Fans noch ein bisschen enthusiastischer sein, natürlich könnten alle zusammen vor der Bühne noch ein bisschen mehr Alarm machen, aber auch so ist die Stimmung sehr gut und ausgelassen, nicht wenige, die vom Fleck weg ihre Luftgitarren malträtieren... und gleich auch mit einem eröffnenden Sixpack begrüßt werden, denn nach dem Intro „Countdown To Insanity“ zocken Primal Fear schnell mal die ersten sechs Tracks ohne Pause durch. Und wer mit „Final Embrace“ vom seinerzeitigen zweiten Album „Jaws Of Death“ von 1999 startet, hat eh schon gleich bei den Fans einen ganzen Felsklotz im Brett.

Natürlich wollen die über ganz Europa verstreuten Herren ihr neues Album „Rulebreaker“ auf ihrer Ruling Europe Tour vorstellen, was sie auch mit fünf Tracks bestens erledigen, der Rest aber ist gespickt mit bandeigenen Klassikern, was kurz vor Schluss des regulären Sets und auch in der Zugabe mit „Chainbreaker“ sowie „Running In The Dust“ bis zu Debützeiten zurückreicht. Und klar, auch in Bochum nimmt „Metal Is Forever“ irgendwie eine Sonderstellung ein, nur dass zumindest im Publikum niemand die Screams wirklich gut imitieren kann.

Ganz gleich ob fett stampfende Tracks wie „The End Is Near“, balladeskeres wie „The Sky Is Burning“ – „nach dem speedigen mal was ruhiges“, so Ralf Scheepers – oder wie mittendrin das Drumsolo, bei dem Neuzugang Francesco effektvoll ausgeleuchtet so manchen Nachwuchsdrummer vor Ort ins Schwitzen bringt, die Fans klatschen begeistert mit, da reicht auch ein einfaches „Hey Freunde“ von Ralf, um alle wieder auf Spur zu bringen.

Mit diesem Empfang haben die Bühnenakteure wohl nicht gerechnet, der Pott zeigt sich recht heißblütig, was an Bassist Mat Sinner förmlich abzuprallen scheint, denn als alle anderen kaum mehr wissen, wohin mit den Transpirationssäften, da steht der Typ noch immer in voller Lederklamotte unter den heißen Strahlern und wirkt hitzeresistent wie nichts. Und während es auf der Bühne so richtig rund läuft, will Mat kurz auf Schalke kommen (die ihr Spiel gegen Mainz erfolgreich gestalten), die Fans aber schreien für Heavy Metal und bekommen den dann auch nach einigen Mitsingspielchen, die wie so häufig den Abend einfach zu sehr in die Länge ziehen und nicht von allen mit Begeisterungsstürmen begrüßt werden.

Mit zwei Zugaben verabschieden sich Primal Fear unter mehr als ordentlichem Applaus, und während die Band noch richtig fit wirkt, so sind viele Fans aus den ersten Reihen förmlich ausgepumpt, aber immerhin unisono glücklich, der Sound passte einmal mehr und war nur bei Snakebite zu leise – ein runder Abend mit reichlich traditioneller Mucke.

Setlist:

Intro Countdown To Insanity
Final Embrace
In Metal We Trust
Angel In Black
Rulebreaker
Sign Of Fear
Seven Seals
Drumsolo
Angels Of Mercy
The End Is Near
Rollercoaster
The Sky Is Burning
Nuclear Fire
When Death Comes Knocking
Chainbreaker
Metal Is Forever
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Fighting The Darkness
Running In The Dust

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