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Praying Mantis, Jaded Heart, Evil Cinderella, Cryptic Lane im Konzert (Bochum, Oktober 2015)

Volle Hütte im Bochumer Rockpalast

Evil Cinderella

Die zweite Band des Abends hört auf den Namen Evil Cinderella, kommt aus Wuppertal und hat etwas gemeinsam mit dem Opener des heutigen Abends. Im April sind die vier Herren bereits als Headliner mit den eröffnenden Cryptic Lane in Wuppertal zu sehen gewesen. Allerdings ist diese Show heute ungleich wichtiger als das Heimspiel. Zu Gute kommt ihnen, dass sie bereits im Rockpalast als Support der Nitrogods zu sehen waren.

Einer solch jungen Band, die im letzten Jahr ihre erste EP „Wanna Get Dirty“ veröffentlichte, würde man eine gewisse Nervosität nicht übel nehmen. Von Lampenfieber aber keine Spur. Die Bandmitglieder  haben die großen Rockstar-Posen wohl eingehend studiert, dazu gehört auch das passende Outfit: Lederjacken und Sonnenbrillen. Damit wird man dem Bandnamen als kurzhaariger Counterpart zu den aufgestylten Glam Rockstars Cinderella auf jeden Fall gerecht.

Erstaunlicherweise wirkt das Gepose nicht einstudiert, sondern besticht durch einen gewissen Coolness-Faktor. Dem verleihen die Jungs auch musikalisch Ausdruck. Geboten wird klassischer Heavy Metal mit Hard-Rock-Faktor, wodurch die Band gut zum Billing passt, aber auch trotz ihrer Anti-Galm-Hairspray-Attitüde vor Mötley Crue spielen könnte. Durch den erhöhten Metal- Anteil ist sie auch gleichzeitig die härteste Band des Tages, was sie wiederum in die Nähe von Rotzrockern wie The Hellacopters rückt.

Dem vor Kraft strotzenden Stageacting passen sich auch die Texte an, in den denen es vorrangig darum geht, das Leben zu genießen, egal, auf welche Widerstände man trifft. Bestes Beispiel dafür ist der EP- iteltrack „Wanna Get Dirty“, auch wenn der Name nicht unbedingt dafür spricht. Für diesen Song wurde ein sehenswertes Video gedreht, das vom Sänger/Gitarristen Henrik selbstverständlich eingehend beworben wird. Mit dem zum Ende der Show gezockten EP-Opener „Infantry“ befindet sich lediglich ein zweiter Song der Scheibe im Set. Die restliche Zeit füllt die engagierte Band mit Stücken neueren Datums, die auf eine Veröffentlichung warten.

Dies Songs werden nahezu ohne Unterbrechung runter gespielt, da man „zu wenig Zeit zum Quatschen“ hat. Trotzdem stellt Henrik noch fest, dass „die Party abgeht“. Dazu eignen sich die fünf gespielten Songs mit ihren groovigen Melodien und zum Mitschreien auffordernden Refrains auch hervorragend.
So zum Beispiel das mit der Cryptic Lane-Nummer nicht verwandte „Never Enough“. Auch diese Version überzeugt dank gutem Sound, der über die ganze Show transparent aus den Boxen knallt und so den technischen Fähigkeiten der Rhythmusfraktion einen perfekten Rahmen gibt. Insgesamt also eine wirklich überzeugende Angelegenheit, die der Band sicher einige neue Anhänger beschert hat.

Setlist:

From The Bottom
Day By Day
Never Enough
Wanna Get Dirty
Infantry

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