Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Praying Mantis, Jaded Heart, Evil Cinderella, Cryptic Lane im Konzert (Bochum, Oktober 2015)

Volle Hütte im Bochumer Rockpalast

Der Rockpalast in Bochum macht heute seinem Namen alle Ehre, denn im obersten Stockwerk der Matrix sind vier Hard-Rock-Bands zu sehen, mal mehr, mal weniger mit Hang zum Heavy Metal. Mindestens eine davon ist nichts weniger als eine Legende: Praying Mantis. Bevor es soweit ist, gibt es drei weitere ambitionierte Bands aus den gemäßigten Regionen des Metal zu hören.

Cryptic Lane

Den Anfang machen Cryptic Lane. Unsere alten Bekannten aus Castrop-Rauxel starten voll motiviert mit „Kill The Opression“ in ihr halbstündiges Set. Die Energie überrascht ein wenig, wenn man weiß, dass die komplette Band erkältet auf die Bühne steigt. Gerade den Bassisten Chris, den man auch von The Claymore kennt, hat es stark erwischt. Aus diesem Grund hält er sich diesmal im Stageacting etwas zurück. Sonst ist er ja als Aktivposten der Band bekannt und definitiv eine Bereicherung, wenn auch (noch) nicht fest zum Line Up gehörend. Hervorzuheben ist neben dem immer souveräner auftretenden Sänger René diesmal der sonst zurückhaltende Gitarrist Timo. So eine Erkältung und deren Bekämpfung durch Medikamente kann offenbar Wunder wirken.

Da nur eine halbe Stunde Zeit ist, sich zu präsentieren, wird nicht lange um den heißen Brei geredet und nach der kurzen Klärung, ob wir denn Bock hätten, die Gassenhauer „Kill The Oppression“ und „What The Fuck“ in den Zuschauerraum gefeuert. Der ist leider noch recht spärlich besucht. Die meisten Fans gucken sich den Auftritt aus sicherer Entfernung vom „Balkon“ aus an. Selbst der Aufforderung Renés, sich doch etwas näher an die Bühne zu trauen, folgen nur zwei Herren. Sonst ein probates Mittel, um das Eis zu brechen. Vielleicht hätte der Sänger nicht erwähnen sollen, dass die Gefahr einer Spuckattacke besteht und man zudem wahrscheinlich noch schlecht rieche. Immerhin kann die Band auf ein kleines Grüppchen beinharter Fans zählen, die begeistert jeden Song beklatschen.

Während man bei den ersten Songs noch die Hoffnung auf Besserung des Sounds hat - dröhnender Bass und darin untergehende Vocals und Gitarren - tritt auch bei den nächsten Songs keine Besserung ein. Wohl auch ein Grund für die wenig begeisterten Fans im hinteren Teil des Clubs. Dabei hätte sich doch gerade „The Time Is Now“ perfekt dafür geeignet. Dieser Song feiert heute Weltpremiere. Deshalb kann noch nicht wirklich gesagt werden, ob er ein dauerhafter Teil des Livesets und ein Klassiker des Bandkatalogs wird, wenn er denn zu Veröffentlichungsehren kommt. Erst gegen Ende des Songs entwickelt sich ein Chorus zum Mitsingen und gemütlichen Wippen. Zuvor kommt der neue Track noch ein bisschen hüftsteif daher. Vor einiger Zeit sprach Renée im Interview mit The-Pit.de noch davon, nun einen etwas raueren Weg im Gesang einzuschlagen. Der Anfang wurde mit den ebenfalls gespielten  „What The Fuck“ und dem Billy Idol-Cover „Rebel Yell“ bereits gemacht. Dieses Versprechen wird bei „The Time Is Now“ allerdings nicht eingelöst.

Nun geht es auch schon auf die Zielgerade. Nach Anpreisung des Bandmerchandisings ertönen „I´m Not Dead“ und „Never Enough“, das erneut als astreiner Ohrwurm durchgeht und teils sehr leidenschaftlich mitgesungen wird. Und endlich gibt es einen guten, transparenten Sound, der das tatsächliche Können der Band offenbart. Das kann nun also ausgeschöpft werden.

Damit bleibt festzuhalten, dass man sich Cryptic Lane trotz insgesamt eher schlechtem Sound und Erkrankung der Bandmitglieder als aufeinander eingespielte Einheit präsentierte und die Chance, sich einem größeren Publikum zu vorzustellen, auf jeden Fall zu nutzen wusste.

Setlist:

Kill The Oppression
What The Fuck
Rebel Yell (Billy Idol-Cover)
The Time Is Now
I'm Not Dead
Never Enough

Seite
comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“