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Power Of Metal 2011 (Oberhausen)

Gut – belanglos – emotional – gut – überflüssig

Nevermore

Frechheit – Unverschämtheit – das, was sich nun der Herr über den Soundreglern bei der folgenden Show leistete, gehörte schon in die Kategorie Körperverletzung. Undefinierbarer Krach, eine kaum auszuhaltende Lautstärke – nur mit Mühe konnte man die Songs auch nur ansatzweise wirklich auseinander halten – der negative Höhepunkt eines verkorksten Abends.

Doch auch Nevermore trugen nicht unwesentlich zum Misslingen bei. Wahrscheinlich hatten sie letztes Jahr beim Rock Hard Festival 2010 eine ihrer besten Shows im Pott abgeliefert und schlugen damals locker den formidablen Auftritt in der Zeche Bochum im Vorprogramm von Annihilator 2001.

Das einzig Positive an diesem Nevermore-Gig war lediglich die Tatsache, dass sie überhaupt auftraten – einen Tag zuvor zum Tourstart in Stuttgart waren sie erst gar nicht angetreten. Und so beherrschte auch zu Beginn des Konzertabends eine rege Diskussion, ob sie denn dabei seien, wer wen gesehen habe usw. Was anschließend kam, könnte man auch als Demontage einer der zumindest auf Album maßgeblichen Bands nennen. Während die Instrumentalfraktion trotz des Soundbreis wohl kaum Fehler produzierte, so war Warrel gehörig neben der Spur. Im Fotograben aus nächster Nähe konnte man eindeutig erkennen, dass er am ganzen Körper zitterte, und völlig unerklärlich dürften auch die verpassten Einsätze oder das Auslassen ganzer Textpassagen sein – so demontiert man sich einfach selbst, vor allem, wenn man schon eh den Ruf hat, nicht gerade immer die beste Liveband zu sein. Ferner dürften solche Shows auch reichlich Diskussionsstoff über Drogen, Alkohol oder Unterzuckerung in Gang gebracht haben.

In Scharen verließen die Fans schon nach kurzer Zeit die Halle, und nach der Hälfte des Gigs konnten Nevermore auf vielleicht gut die Hälfte der zuvor anwesenden Fans blicken – aber ganz ehrlich: Selbst das war leider für die Seattle-Combo noch zu viel. Ganz sicher werden die meisten beim nächsten Mal der Band die kalte Schulter zeigen – Nevermore waren in dieser Verfassung ein echtes Ärgernis.

Setlist:

Inside Four Walls (Intro)
Moonrise (Through Mirrors Of Death)
The Termination Proclamation
Your Poison Throne
Born
The Heart Collector
Emptiness Unobstructed
The River Dragon Has Come
This Godless Endeavor
Narcosynthesis
Enemies Of Reality

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