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Power Of Metal 2011 (Oberhausen)

Gut – belanglos – emotional – gut – überflüssig

Psychotic Waltz

In der folgenden Stunde wurde es dann richtig emotional, und andere Worte dürften kaum zu diesem Moment passen. Psychotic Waltz bei ihrer Reunion-Tour, und ein beträchtlicher Teil der Anwesenden hatte sich wegen dieser Combo wohl erst auf dem Weg in die Turbinenhalle gemacht.

Die in Original-Besetzung aufspielenden Progger zeigten dann gleich auf verschiedenste Art und Weise, wo denn der Hammer hängt. Da sollte zuerst daran erinnert werden, dass Psychotic Waltz mit Brian McAlpin einen gehbehinderten Rollstuhlfahrer ins Rampenlicht am Bühnenrand platzierten, dass sie Dan Rock trotz familiärer Belastung zur Tour überreden konnten, dass überhaupt in Originalbesetzung diese Tour gefahren wurde, und dass mit Devon Graves einer der wohl charismatischsten Frontmänner am Mikrofon klebte.

Vielen Fans saß damals 1997 noch der Schock in den Knochen als der Verdacht sich erhärtete, dass die Band auseinander fallen sollte. Umso höher der enthusiastische und emotionale Notstand – und Psychotic Waltz mutierten mit einer Lockerheit zur Sensation des Abends, wie sie wohl selber kaum damit gerechnet haben. Aber ein Blick auf die Setlist dürfte verraten: Ein Old-School-Brett mit Lehrstundencharakter – „Spiral Tower“ vom Debut fräste sich genauso in die Metallerherzen wie das unglaublich atmosphärische „Morbid“ – und ganz nebenbei hatten sie auch noch den weitaus besten Sound des Abends.

Während sich die Mitstreiter doch dezent im Hintergrund hielten und lediglich dadurch auffielen, mit welcher Lockerheit sie die vertrackten Kompositionen darbrachten, so war einmal mehr Devon eindeutig Mittelpunkt des Geschehens – immer ein wenig entrückt ließ er niemals das Publikum aus den Augen, steppte mit eigenwilligen Bewegungen in Gesundheitsschlappen über die Bühne und ließ an seiner Stimme auch nicht den Hauch eines Zweifels aufkommen. Wie sehr sich die Fans auch nach PW-Song sehnten, konnte Devon schon auf seiner akustischen Solotour vor zwei Jahren erfahren – Devon allein auf der Bühne, lediglich mit einer Wandergitarre bewaffnet und gerade die Psychotic Waltz-Songs sorgten für phonstarken Jubel.

Über mangelnde Fanunterstützung konnten sich dann Psychotic Waltz auch nicht beschweren – ein Triumphzug, der eindeutig nach einer baldigen Clubtour schreit – die Besucher in der Turbinenhalle werden sicherlich annähernd komplett wieder dabei sein.

Setlist:

Sleeping Dogs (Intro)
Ashes
Spiral Tower
Haze One
Into The Everflow
Morbid
Cold
Halo Of Thorns
Nothing

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