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Power Of Metal 2011 (Hamburg)

Ein großartiger Abend, aus dem erwartungsgemäß Psychotic Waltz als Sieger hervorgehen

Nevermore

Laut Jörg war der Auftritt von Nevermore in Oberhausen ein einziges Fiasko – scharenweise sollen die Leute den Saal noch während des Konzerts verlassen haben; ob Fronter Warrel Dane krank war und deshalb unkonzentriert und neben der Spur wirkte? Möglich, aber zwischen diesem und dem heutigen Termin liegen gute zweieinhalb Wochen und in der Zwischenzeit scheint der Sänger seine Form wiedergefunden zu haben. Heute gibt es jedenfalls nichts zu meckern, schon vom ersten Ton des Openers „Inside Four Walls“ ist klar, dass die Band heute einen guten Tag erwischt hat und zum Glück ist auch soundmäßig alles im grünen Bereich. Die spektakulären Soli von Saitenhexer Jeff Loomis und Live-Aushilfsklampfer Attila Vörös tönen klar und differenziert aus den Boxen und mit der äußerst hübschen Dagna Silesia, die Stammbassist Jim Sheppard, der sich von einer schweren Operation erholen muss und daher nicht auf Tour gehen konnte, vertritt, hat man zumindest für die männlichen Besucher auch was für das Auge zu bieten. Dagna zockt ansonsten in Warrels Soloband (weswegen es nahe lag, dass sie als Ersatz für Sheppard fungiert) und löst ihre Aufgabe völlig souverän.

Sonderlich überraschend ist die Setlist nicht unbedingt, die ganz alten Alben werden wie so häufig komplett ignoriert und lediglich Material ab der vierten Scheibe „Dead Heart In A Dead World“ gespielt, und hiervon das Übliche: „Born“, „The Heart Collector“ (wie immer weist Warrel darauf hin, dass nun jeder Kerl seine Herzdame in den Arm nehmen darf), „The River Dragon Has Come“, „This Godless Endeavor“ (bei dem der Frontmann sich – immerhin haben die Zuschauer zuvor schon ganze vier Bands gesehen, und so viel Spaß das auch gebracht hat, es schlaucht irgendwann halt schon – erkundigt, ob man „ready“ für den Longtrack sei) und selbstverständlich das unverzichtbare und auch wirklich arschgeile „Enemies Of Reality“. Sicher, ein bisschen mehr Abwechslung im Set könnte nicht schaden, aber wenn zwei Bands Headliner sind und jeweils lediglich eine Stunde Spielzeit haben, ist es schon verständlich, dass man eher auf Nummer sicher geht und lieber ein Paket mit den bekanntesten Stücken präsentiert. Dennoch ist „The Obsidian Conspiracy“ – wenngleich es auch das neueste Werk darstellt – mit ganzen fünf Songs vielleicht ein bisschen überpräsent, ähnlich wie zuvor ja auch schon bei Symphony X.

Trotzdem ist das Fazit dieses Abends klar positiv, gerade auch was Nevermore angeht. Psychotic Waltz hatten den meisten Zulauf und dürfen als Gewinner gelten, aber so etwas in der Art hatten die meisten wohl vorher schon geahnt. Klasse auch, wie sich die Bands nach ihren Auftritten unter die Leute mischen, kurz nach (und laut Aussagen Anwesender auch die ganze Zeit während) Nevermores Gig sind Symphony X und Psychotic Waltz komplett am Start und stellen sich den Fragen ihrer Anhänger; Russell Allen lässt es sich nicht nehmen, an der Bar mit den Leuten ein kaltes Getränk zu kippen und dass Devon Graves eine Plaudertasche ist (aber eine ganz nette), dürfte inzwischen so einigen bekannt sein. Ein genialer Abend geht zu Ende und einmal mehr stellen wir nach dem offenbar durchwachsenen bis schwachen Event in Oberhausen fest, dass es meistens erst ein paar Konzerte braucht, bis alles etwas runder läuft.

Setlist:

Inside Four Walls
Moonrise (Through Mirrors Of Death)
The Termination Proclamation
Your Poison Throne
Born
The Heart Collector
The River Dragon Has Come
Emptiness Unobstructed
This Godless Endeavor
Enemies Of Reality
The Obsidian Conspiracy

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