Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Power Of Metal 2011 (Hamburg)

Ein großartiger Abend, aus dem erwartungsgemäß Psychotic Waltz als Sieger hervorgehen

Mercenary

Die dänische Band, bei der in der letzten Zeit das Line-Up kräftig durcheinander gewirbelt wurde, was dazu führte, dass man mittlerweile nur noch zu viert statt sechst agiert, fällt beim Billing dieser Tour etwas aus dem Rahmen, da sie eher dem Melodic-Death-Metal-Bereich zuzuordnen ist und dementsprechend auch größtenteils mit extremem Gesang aufwartet und nur hin und wieder auch klare Vocals verwendet. Zumindest live kommt dies so herüber – Bassist René Pedersen performt beide Stile –, wobei das Ganze auf Platte etwas variabler herüberkommt. So gesehen könnte man zwar sagen, dass Mercenary live halt etwas rauer und aggressiver erscheinen, doch auf der anderen Seite wirkt das Material für diejenigen, die mit dem Schaffen der Combo noch nicht vertraut sind, dadurch etwas eindimensional und wenig abwechslungsreich, obwohl dies an sich gar nicht der Fall ist.

Dennoch: Dass die Dänen bereits über eine ganze Menge Erfahrung verfügen – die Discographie umfasst immerhin schon sechs Full-length-Alben – wird schnell deutlich. Die beiden Gitarristen haben es auf jeden Fall raus (besonders der Typ mit der Glatze, der ein bisschen wie Andre Agassi aussieht, lässt ein paar feine Soli vom Stapel) und Pedersen ist eine richtige Rampensau und heizt dem Publikum mächtig ein, macht die Crowd richtig heiß auf das fette Dreierpack, das noch aussteht. „Für welche Band seid ihr gekommen?“, will er wissen und lässt die Leute bei jedem genannten Namen kräftig jubeln. „Well, I’m here for Symphony X“, merkt er dann noch kurz an.

Würde die Tour ein reines Melo-Death-Package umfassen, würde wahrscheinlich mehr als nur eine Handvoll Fans richtig zu Songs wie „Through The Eyes Of The Devil“, „In Bloodred Shades“ oder dem finalen „Firesoul“ abgehen, so jedoch sind es nur ein paar Leute, die exzessiv ihre Matten schwingen – insgesamt aber ist die Resonanz durchaus okay, wenn auch nicht „fucking awesome“, wie René am Ende des Konzerts etwas übertrieben konstatiert. Sympathisch sind die Jungs auf jeden Fall und nehmen sich auch gerne mal selbst auf die Schippe. So meint René zwischendurch, als er seinen Bass nachstimmt, dass er eigentlich gar nicht weiß, wie man stimmt, und deswegen würde sich die Crew einen Jux daraus machen, ihn zu verarschen, indem sie ihm ein ungestimmtes Instrument gegeben hätte.

Seite
comments powered by Disqus

Waldbühne lädt bei freiem Eintritt ein

Von Erinnerungen, Rückblicken und Genuss

Wolken mit Gesichtern oder Jesus auf einem Pfannkuchen

Hinzu kommen Borknagar, Wolfheart und Hinayana

Neues Album und Tour im nächsten Jahr

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin