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Power Of Metal 2011 (Hamburg)

Ein großartiger Abend, aus dem erwartungsgemäß Psychotic Waltz als Sieger hervorgehen

Der diesjährigen Power Of Metal-Tour dürften eine ganze Reihe von Hartwurst-Fans voller Ungeduld entgegengefiebert haben – das Package mit Nevermore, Symphony X und Psychotic Waltz, sowie Thaurorod aus Finnland und den Dänen Mercenary kann sich wahrlich sehen lassen und verspricht einige sehr unterhaltsame, wenn nicht gar hochklassige Konzertabende. Besonders im Fokus hierbei stehen natürlich Psychotic Waltz, die das Unglaubliche wahrgemacht und sich in Originalbesetzung reformiert haben. Natürlich ist der Druck, der auf den Kaliforniern lastet, damit immens groß, doch sah die Band der Tour einigermaßen gelassen entgegen, denn die geplante Spielzeit von 45 Minuten ist für sie nach eigener Aussage genau die richtige Dauer, um sich nach 14 Jahren wieder in das alte Material hineinzufinden.

Thaurorod

Eine interessante Frage: Wie würde J.R.R. Tolkien wohl reagieren, wenn er wüsste, dass unzählige Metalbands, egal welchen Genres, von seinem Schaffen inspiriert sind? Auch Thaurorod, eine finnische Combo, die einst als Iron Maiden-Coverband startete und im September letzten Jahres ihr Debütalbum „Upon Haunted Battlefields“ mit Eigenkompositionen vorlegte, zollen dem legendären Schriftsteller Tribut, denn der Bandname ist einer elbischen Sprache entnommen und bedeutet so viel wie „böser Berg“ – oder sagen wir lieber „Evil Mountain“, weil sich das auf deutsch echt kacke anhört.

Bei dieser Tour der Opener zu sein, ist nicht gerade die dankbarste Aufgabe, denn die Band weiß natürlich selbst, dass die meisten Leute auf Psychotic Waltz brennen. Insofern allerdings sind sie wohl dankbar dafür, dass sich beim pünktlichen Start um 18:45 Uhr überhaupt schon ein paar Nasen eingefunden haben und sich nicht alle stattdessen in den Raucherbereich im Foyer oder an die Bar verkrümelt haben.

Die Jungs haben es auch verdient, ein bisschen Aufmerksamkeit zu bekommen, denn ihr progressiv angehauchter Power Metal ist zwar weit entfernt davon, als sonderlich innovativ bezeichnet zu werden, dank guten Songwritings aber absolut hörbar und unterhaltsam. Außerdem merkt man dem Sextett an, dass es auf diese Tour mit den noch kommenden, sehr namhaften Acts richtig Bock hat – immerzu wirbeln sie über die Bühne, tauschen ihre Positionen, grinsen sich gegenseitig und das Publikum an und beweisen hohes handwerkliches Niveau. Die beiden Gitarristen liefern sich Duelle vom Feinsten und die alte Maiden-Schule schimmert durchaus immer mal wieder durch. Mit dem im letzten Jahr eingestiegenen Italiener Michele Luppi hat man des Weiteren einen sehr sympathischen und charismatischen Frontmann dabei, der den blondmähnigen Keyboarder Mika Karjalainen (welcher die eigentliche Keyboarderin Emmi Taipale ersetzt, von der er laut Band-Blog allerdings selbst nicht weiß, wo sie abgeblieben ist) immer wieder als „Mikka Häkkinen“ vorstellt und beim abschließenden „Shadows And Rain“ sogar in den Fotograben steigt, einem verdutzten Fan das Mikro unter die Nase hält, damit dieser den Chorus zum Besten gibt. Der Erfolg dieser Aktion ist eher mäßig, der Auftritt selbst aber total solide. Im Vergleich zum Konzert in Oberhausen (vergleiche den Bericht vom Kollegen Jörg) ist auch der Sound völlig zufriedenstellend – Thaurorod haben sich achtbar aus der Affäre gezogen und ernten dafür zurecht mehr als nur Höflichkeitsapplaus.  

Setlist:

Warrior’s Heart
Tales Of The End
Morning Lake
Guides For The Blind
Scion Of Stars
Shadows And Rain

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