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Pit Of Doom, Paveway, Man Drill, Despise & Conquer im Konzert (Oberhausen, Januar 2013)

Abwechslungsreicher Abend mit Underground-Geballer

Pit Of Doom-Frontmann Fabian mit Doppelbelastung

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Pit Of Doom

Bisher war der Abend ja schon recht unterhaltsam und aus Magazinsicht wurden einmal mehr zwei Bands abgedeckt, die bisher auf diesen Seiten noch nicht auftauchten. Und obwohl der Headliner nun auch schon geschlagene elf Jahre aktiv ist und die Umbesetzung mit Gitarrist Lukas ebenfalls fast vier Jahre zurück liegt, wird es nun auch Zeit, den Headliner Pit Of Doom hier zu begrüßen.

Es liegt ja auch ein schöner Grund für diesen Abend vor, unterscheidet er sich doch von gewöhnlichen Gigs allein dadurch, dass heute beste Partystimmung angesagt ist, denn die Oberhausener Death-Thrash-Doomer Pit Of Doom veröffentlichen heute ihren zweiten Longplayer „Atonement“. Ihr erster Langspielertriumph liegt nun schon fünf Jahre zurück und hört auf den Namen „Misanthropic“. Etwas mehr als achtzig Undergroundfans haben sich heute Abend in der Druckluft versammelt, das Gros ist eben auch wegen dieser Band gekommen, und natürlich darf die hoffentlich stolze Familie nicht fehlen.

Zwar könnte auch hier ein bisschen mehr Stageacting die Geschichte noch munterer gestalten, doch auch so schafft es das Trio durchaus, in der ungewöhnlichen Konstellation für Stimmung in der Druckluft zu sorgen. Ungewöhnlich allein schon deswegen, weil sich Drummer Fabian auch für die Vocals verantwortlich wühlt, während Bassistin Katharina ihre langen Locken immer wieder galant durch die Lift wirbelt und vor allem mit einer Mischung aus selbstbewusstem, aber zerbrechlich wirkendem Lächeln die ZuschauerInnen für sich einnehmen kann.

Gitarrist Lukas dagegen wirkt noch ein wenig zu sehr auf die Saitenarbeit konzentriert, lässt aber spielerisch nichts vermissen und glänzt mit druckvollem bis gar virtuosem Spiel. Und wie sehr das Trio nun Stimmung einbringt, ist allein daran zu messen, dass sich sogar einige betagtere Herren in den kleinen Moshpit stürzen, obwohl sie diesen sicherlich schon länger nicht mehr aufgesucht hatten.

Der Schwerpunkt des Abends liegt natürlich beim neuen Album, mit „Freakshow“ und „Nonentity“ stammen nur zwei Songs vom Debüt und dürften dadurch dem einen oder anderen bekannt sein. Trotzdem: Die neuen Songs kommen gut an, dem „Kommt nach vorn“-Aufruf nach „Raise Your Weapons“ wird zögerlich, aber doch bereitwillig Folge geleistet, und als Bassistin Katharina die geballte Faust zu „Prototype“ erhebt, lassen sich einige Fans nicht lange lumpen und streben ebenfalls fistend die geballte in die Höhe. Gänzlich verrückt ist dann auch, als sich zum Ende von „Sorrow And Strife“ ein erster Crowdsurfer trotz Lücken im Publikum quer durch den Raum tragen lässt und das Ganze zum späteren Zeitpunkt gar wiederholt.

Die Headbangekurve geht nach oben, nach „Retaliation“ ertönen sogar die ersten grölend vorgetragen „Pit Of Doom“-Sprechchöre, bei „Freakshow“ gibt es dann schließlich sogar noch einen Mini-Wall-Of-Death – wie schon oben erwähnt, die Partylaune reißt nicht ab, das Trio zeigt keine konditionellen Schwächen, allen voran Drummer Fabian, dem die Doppelbelastung nichts auszumachen scheint, wobei er sogar beim Spielen noch Zeit findet, mit der Pommesgabel für den The-Pit.de-Fotografen zu posieren. Unterm Strich bleibt der Eindruck eines unterhaltsamen Abends, ganz gleich, ob für die beinharten „Supporters Of Doom“ oder die anderen Fans. Ein schöner, runder Auftakt in der Clubshowsaison 2013.

Setlist:

All Is Said
Raise Your Weapons
Prototype
Ingénue
Sorrow And Strife
Nonentity
Ray Of Hope
Retaliation
Freakshow
The Strong Survive
All Is Done
-------------------
A Common Nightmare

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