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Pit Of Doom, Gloryful, Charon Is Near, Kryptonite im Konzert (Hagen, April 2013)

Walpurgis-Mosh in den Mai in Hagen

Gloryful

Was haben die Gelsenkirchener Power Metaller Gloryful eigentlich mit den Toten Hosen am Hut? Und kommen die in der Presse immer wieder aufkeimenden Gerüchte über deren Hardcore-Einflüsse endlich zur Geltung? Und wie steht es eigentlich mit dem aktuellen Besetzungsstatus? Fragen über Fragen, die hier alle aufgeklärt werden – ungeschminkt und rastlos restlos.

Aufklärung Teil 1: In der Überlieferung der Hosen heißt es, dass die längste Theke der Welt in Düsseldorf stehe – nun, das ist jetzt Geschichte, neu geschrieben von Gloryful, sorgen sie doch dafür, dass der komplette Rand der Kultopiabühne zur Gerstenkaltschalengourmetmeile wird. Freibier für jedermann, wodurch natürlich auch Leute nach vorn gezogen werden, die sich sonst niemals dort aufhalten würden. Angesichts der goldgelben, mit schönweißem Schaum bedeckten Leckerchen scheinen auch die Gloryfuls selbst wie beseelt aufzuspielen.

Aufklärung Teil 2: Da haben wir doch den Beweis, gerüchtete es noch in der Presse, dass mit Gloryful doch eine Hardcoreact auf der Bühne stehe, weil Fronter Johnny La Bomba schließlich wegen seiner (fehlenden) Lockenpracht und seiner Mütze schließlich in diese Schublade gehöre. Und endlich durchdringt dieses sonst so unwichtige Geplapper endlich die nötige Schallmauer der Gelsenkirchener: Johnny kann nicht anders und „veredelt“ "The Warrior’s Code“ mit ein paar gerapten Hardcore-Moves – versteht nicht jeder, aber der Spaß ist groß.

Und Aufklärung Teil 3: Nein, bei Gloryful ist alles beim alten, auch wenn sie heute im Kultopia gleich mit zwei Ersatzleuten auftreten – zum einen malträtiert Alex Voss (Final Depravity) wie schon beim Liege Lord-Supportgig im Essener Turock seinen Tieftöner. Als Verstärkung liefert heute dazu noch Gitarrist Patrick Wassenberg (Harasai) ein paar famose Riff- und Posingattacken.

Ansonsten ist es halt so wie immer: Die HeadbangerInnen kennen die meisten Songs nicht, weil die Debütscheibe erst gegen Ende Mai erscheint, und trotzdem wird bei „Evil Oath“ die Matte ordentlich durcheinander gewirbelt. Noch mehr HeadbangerInnen und Powerfäuste gibt es bei „The Warrior’s Code“. Bassist Alex tummelt sich bei den headbangenden Fans vor der Bühne während „Gloryful’s Tale". Der Gruß an Karl Gurke muss natürlich auch sein – Stimmung Top und demnächst sicherlich noch öfter.

Was überhaupt auffällt: Alle sind einfach nur bester Laune. Da wird kreuz und quer rumgepost und Schabernack betrieben, ohne dass man als Außenstehender auf die Idee kommen könnte, alles sei nur gestellt. „Hey Leute, ihr braucht noch Bier“, lässt Johnny vom Stapel, bevor die Truppe mit „Evil Oath“ weitermacht, schnell dazu noch Werbung für Pit Of Doom, „eine Band aus dem Pott, die Respekt verdient“, vor „The Warrior’s Code“ noch schnell Eigenwerbung für das „bekloppte Shirt mit der Frau und dem Eisbär“ – heute passt einfach alles. Da sitzen die Twin-Gitarren-Soli genauso wie die markigen Zoten von Johnny La Bomba.

Setlist:

Fist Of Steel
Heavy Metal – More Than Meets The Eye
Far Beyond Time
Evil Oath
The Warrior’s Code
Death Of First Earth
Gloryful’s Tale

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