Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Pianos Become The Teeth, Suis La Lune, Grey im Konzert (Hamburg, April 2011)

Großartige Show von drei überzeugenden Bands

Pianos Become The Teeth in Hamburg, April 2011

Zum Thema

Für Pianos Become The Teeth ist das heutige Konzert in der Roten Flora ein ganz besonderes. Nicht nur, dass es eine verhältnismäßig seltene sonntägliche Frühshow ist, nein, es ist für die Amerikaner auch gleichzeitig ihre erste Show in Deutschland. Das vierte Konzert der gemeinsamen Europa-Tour mit Suis La Lune unterstützt der Lokalsupport Grey.

Grey

Trotz angepriesener Nachmittagsshow beginnen die Hamburger Grey erst gegen 19:00 Uhr. Angesichts des guten Wetters stört das allerdings die Wenigsten, so konnte man zumindest noch ordentlich Sonne tanken.

Energisch starten Grey mit ihrem auf Myspace zu hörenden Song „I Am God“, der charakteristisch für den gesamtem Auftritt ist: laut, selbstbewusst und chaotisch. Im Verlauf der weiteren Stücke wird deutlich, dass Grey zu den Bands gehören, deren Genre sich nicht einschätzen lässt. Chaotische Breaks folgen auf sehr melodische Parts und unübersichtliche Taktschemata auf klar festgelegte Schwerpunkte.

Die Zuschauer, die wohl aufgrund der nachfolgenden Bands eher auf melodischeren Hardcore und Screamo eingestellt sind, scheinen etwas skeptisch, bleiben aber dennoch während des gesamten Sets ihrer Lokalvertreter, klatschen artig Beifall und lassen sich nach und nach von den Hamburgern überzeugen.

Zum Abschluss des Sets spielen Grey den ebenfalls auf Myspace veröffentlichten Song „Through The Roof, Underground“, der durch überraschenden, allerdings sehr starken, klaren Gesang den Auftritt in guter Erinnerung bleiben lässt.

Setlist:

1. I Am God
2. My Job Here Is Done
3. Is It Getting Colder Or Are We Already Dead
4. Earthquake Bellies Pt. 2
5. Weekendhangovermelancholia
6. Girl With The Pornstar Name
7. Through The Roof, Underground

Suis La Lune

Nach einer kurzen Umbaupause beginnen die Jungs von Suis La Lune, die sofort andere Töne anschlagen. Einerseits sind sie deutlich ruhiger, andererseits haben sie im Vergleich zu Grey besseren Sound. Mit der Verbindung aus emotionalen Hardcore-Elementen und Screamo schaffen die Schweden es dabei, die Zuhörer spielend leicht von sich zu überzeugen. Dass sie die deutlich ruhigste Band des Abends sind, stört niemanden.

Überraschenderweise spielen Suis La Lune keinen Song von ihrem einzigen Album „Quiet, Pull the Strings!“. Stattdessen geben sie fast die komplette EP „Heir“ zum Besten. Ein weiteres Highlight sind die beiden neuen Songs, die die Schweden auf ihrer Tour zum ersten Mal präsentieren.

Nach sechs gespielten Songs wartet die Band noch auf fordernde Zugabe-Rufe, jedoch vergeblich. Sichtlich enttäuscht, wenn auch nur kurzzeitig, verlässt sie die Bühne.

Trotz des recht kurzen Sets stellen Suis La Lune unter Beweis, dass die recht unbekannte schwedische Hardcore-Szene mehr als Anchor zu bieten hat.

Setlist:

1. Intro
2. New Song
3. I Don't Want To Be A Part Of This Anymore
4.The Greatest Actors Keep On Acting Offstage
5. Idioten
6. September Gave Us Awkwardness, October Gave Me Nothing
7. With Wings Of Feathers And Glue

Pianos Become The Teeth

Es ist gerade halb neun am Abend, als Pianos Become The Teeth aus dem amerikanischen Baltimore zu spielen beginnen. Sie starten mit dem ersten Song ihres Albums „Old Pride“ aus dem Jahre 2009. Auf den wunderbaren Anfang „Filial“ folgt mit „Pensive“ ein weiterer starker Song des Albums, das dem Publikum sehr wohl bekannt zu sein scheint.

Ebenso wie schon Suis La Lune haben auch die Amerikaner einen neuen Song im Gepäck. „I'll Be Damned“ heißt dieser und wird auf dem noch 2011 erscheinenden Album wiederzufinden sein. Mit „New Normal“ von der Split-EP mit The Saddest Landscape und „Houses We Die In“ von der „Saltwater“-EP sind auch zwei Songs zu hören, die sich nicht auf dem Album befinden, aber dennoch genauso gut von den Zuhörern aufgenommen werden.

Nach ebenfalls sechs Songs und nur gut 30 Minuten Spielzeit wird der Abend zum ersten Mal beendet, allerdings ist die Hoffnung auf eine Zugabe dieses Mal berechtigt, das Publikum in der Roten Flora verlangt lautstark eine solche. Mit „Jess and Charlie“ spielt die Band einen weiteren starken, wenn nicht sogar den stärksten Song ihrer „Old Pride“-Platte.

Als die Musiker um kurz nach 21 Uhr mit dem Abbau beginnen, ist der Abend nun wirklich beendet. Die Bilanz ist definitiv positiv, eine junge, energische Band sowie zwei erfahrene Bands von internationaler Größe lassen auf einen lohnenswerten Abend zurückblicken.

Setlist:

1. Filial
2. Pensive
3. I'll Be Damned
4. New Normal
5. Quit Benefit
6. Houses
7. Jess and Charlie

comments powered by Disqus

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend

Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann