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Phoenix Winterjam 2012

Ein durchwachsener Abend, der mit Unleash The Sky und Gloomball aber zwei klare Sieger hatte

Fat Guy On The Run hatten es als Opener erwartungsgemäß nicht leicht

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Nach dem durchschlagenden Erfolg des letzten Phoenix Winterjams und vor allem des darauf folgenden Festivals im Sommer war es fast abzusehen, dass die Organisatoren auch im neuen Jahr mit viel Action ans Werk gehen würden. Prompt flatterte die Einladung zum diesjährigen Winterspektakel ins Haus, das erneut im Weinheimer Café Central stattfinden sollte - so viel sei gesagt: Es wurde wieder rammelvoll, so dass schon nach der Hälfte des Abends der Sauerstoffgehalt vor der Bühne gegen Null gehen sollte. Allerdings: So steil wie letztes Jahr ging das Publikum nicht, was aber kein Wunder ist; schließlich war das 2011er Line-Up mit unter anderem Cypecore und New Born Hate kaum an regionaler Prominenz zu überbieten.

Dieses Jahr reisen die Bands zwar auch aus Mannheim, aber auch aus Darmstadt und Speyer an, so dass sich die lokale Musikszene eher im Raum vor der Bühne wiederfindet: John und Randall von The Hand Of Glory schauen ebenso vorbei wie God Delusion-Sänger Marko und 50 Prozent von Viva La Tia, um nur einige zu nennen. Auf der Bühne wird auch dieses Mal eher gekleckert als geklotzt: Neben den mächtigen Gloomball, die schon letztes Jahr das Phoenix Festival bereicherten, haben die Organisatoren mit Unleash The Sky einen brachialen Headliner gewinnen können. Aufgefüllt wird das Line-Up mit den Crossover-verliebten Fat Guy On The Run, den Trancecorlern One Last Hero, deren Technik heute unter keinem besonders guten Stern steht, und Siock Sico, bei denen Organisator Kai die Doppelbelastung von Festival und Bass-Posten ausleben darf.

Fat Guy On The Run

Wie immer im Café Central hat die erste Band ein bisschen Pech mit dem Sound, der zwar okay ist, Sänger Jonny aber gerne mal untergehen lässt. Die Truppe Fat Guy On The Run stellt mit Sicherheit die jüngste des Abend dar - 2009 gegründet, mischen die Jungs und Bassistin Josy fröhlich Alternative Rock und teils relaxten Reggae-Sound zusammen; an sich keine schlechte Kombination, die aber zumindest an diesem Abend nicht so recht überzeugen kann. Aber langsam: Zu Beginn versammeln sich natürlich eine Traube Neugieriger vor der Bühne. Dass FGOTR ihren eigenen kleinen Fanclub mitgebracht haben, hört man schon nach den ersten beiden Songs "Heil To The People" und "Escape": Die Ersten tanzen sich vor der Bühne schon warm, es wird mitgeschunkelt und - geklatscht, allerdings natürlich alles noch recht verhalten, was die Truppe aber nicht zu stören scheint. 

Der Großteil des Publikums wartet eben doch auf härteres Material, deswegen verzieht sich eine Teilmenge auch recht bald wieder nach draußen. Einen großen Pluspunkt muss man der Truppe aber anrechnen, egal ob man die Musik jetzt mag oder nicht: Im Gegensatz zu vielen anderen Bands steht keiner (!) der Vier (Drummer Max lassen wir mal außen vor, der hat nun doch naturgemäß eher wenig Bewegungsfreiraum) wie angetackert auf der Bühne herum, stattdessen wird auf Headbangen und überhaupt körperliche Ertüchtigung gesetzt. Da können sich einige erfahrenere Bands gerne eine Scheibe abschneiden! Weniger schön ist die Tatsache, dass Jonny nach einigen Songs ein wenig anfängt zu schwächeln; da werden die Zeilen schon mal etwas atemlos. Tipp hierfür: Interaktion mit dem Publikum ist ja schön und gut, aber das nächste Mal gilt vielleicht weniger reden, mehr singen. Obwohl: Vielleicht muss hier auch eine gewisse Nervosität weggeschwätzt werden, man weiß es ja nicht. 

Mit „Deep Breath“ kommt die Truppe langsam zum Schluss; der Gesang sitzt schon nicht mehr hundertprozentig, was aber gerade bei diesem Song zu Anfang sehr wichtig ist, dafür ist die eingestreute Gitarre, die sehr an Grunge erinnert, richtig cool. Trotzdem: Ein etwas fader Beigeschmack bleibt. Ja, die Band ist noch jung, aber ingesamt scheint sie zu viele unterschiedliche Stile mischen zu wollen und damit nicht so recht einem roten Faden folgen zu können. Man kann aber bestimmt gespannt sein, wie sich der Sound noch entwickeln wird.

Setlist:

Intro
Hail To The People
Escape
Burn Bitch Babylon
Fear The Cheese
Deep Breath
Arabsong

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