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Phönix Rising im Konzert (Duisburg, Mai 2011)

Duisburg Fucking’ Rock City

Posen pur gehörte dazu

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Die Mönchengladbacher Phönix Rising luden zum Konzert ins Parkhaus nach Duisburg, und schnell verflüchtigten sich die Befürchtungen, dass sich für solch ein Underground-Konzert im Stile der Achtziger einmal mehr kaum jemand interessiert – allen Befürchtungen zum Trotz wurde es dann doch recht voll. Nicht wenige Fans waren sogar aus Mönchengladbach und Umgebung nach Duisburg gereist.

Mit knapp einer Dreiviertelstunde Verspätung enterten dann Phönix Rising die Bühne und zockten gleich die ersten beiden Songs durch. Das Problem des nicht hörbaren Mikrofons wurde bei „The Evil Dwarf“ rasch behoben, das Publikum ließ schnell die Hemmungen fallen und war auf feiern eingestellt, und auch die Band selbst sprühte einmal mehr vor lauter Old School-Charme, und als dann der erste laute Jubel nach „Out Of The Dark“ ausbrach, da konnten sich Phönix Rising lediglich beim besten Publikum im Pott bedanken.

Vor „Outlaw“ meinte Fronter Ralf noch, dass er heute Abend weniger reden wolle, was aber prompt mit einem „Das kannst du eh nicht“ quittiert wurde. Beim anschließenden „Outlaw“ flogen dann auch die ersten Haare in der ersten Reihe, bei „Stand Up“ wurde zu Beginn schon fleißig mitgeklatscht, und als richtiger Burner stellte sich dann wenig überraschend das Accept-Cover „Princess Of The Dawn“ heraus – kaum ein Fan, der oder die nicht inbrünstig mitsang, die Pommesgabel zückte oder einfach nur der Einfachheit halber den Schädel schüttelte.

„Digital Dreamer“ wurde allen Leuten gewidmet, die den „Arsch“ vom PC nicht wegbekommen können, und „Lost Soul“ ging an die verstorbenen Musik-Helden Ronnie James DIO und Gary Moore – dass da aber eine enge Freundschaft bestand war eher der aufgebunde Bär – eine enge Herzensangelegenheit da wohl eher mehr.

Doch „Lost Soul“ und auch der darauf folgende Song „Please Don’t Leave Me“ entpuppten sich allerdings als Stimmungskiller. Einige Fans zogen sich zum Rauchen in den Außenbereich zurück, andere wiederum nutzen die Gelegenheit zum Nachtanken oder wahlweise Entleeren, und erst als Phönix Rising wieder mit dem deutlich rockigeren „Thunder And Lighting“ auftrumpften, kam auch wieder Stimmung auf.

„Duisburg Rock City, seid ihr gut drauf“ – diese Frage fiel gleich mehrmals, und immer bekundeten die Fans mit phonstarkem Gejohle ihre Partylaune, Phönix Rising legten immer mehr ein Schüppchen mehr Posing drauf. Besonders Erik glänzte dabei mit starkem Grimassieren bei seinen zahlreichen filigranen Soli. Sänger Ralf und Bassist Michael gingen des Öfteren auf Tuchfühlung, aber auch die anderen Mitstreiter bekamen ihre Streicheleinheiten durch Ralf ab.

Unmittelbar vor „Sunset Hero“ frage Ralf noch kurz „Are you ready to rock“, und schon rockte das Quintett unter lautem Jubel los, die Pommesgabeln sowie Haare flogen wie noch nie an diesem Abend. Sogar die Bandvorstellung wurde recht spaßig – hysterische Peter-Rufe, Beast on bass Michael, und auch the one and only voice from the heart – klar dass eine Zugabe hermusste. Phönix Rising machten auch gar nicht erst den Umweg über ein Zigarettenpäuschen, sondern leiteten nach dem eigenen „Police Chase“ noch ein kleines Cover-Programm ein. Dabei wurde Roxettes „Sleeping In My Car“ besonders abgefeiert, aber auch beim anschließenden UFO-Klassiker „Doctor Doctor“ flogen die Matten, und die Fans feierten den Abschluss nach mehr als neunzig Minuten Rock’n’Roll. Und weil die Stimmung einfach nur gut war, legten Phönix Rising mit „Parasite“ gleich noch einen Kiss-Klassiker nach – wer die Band kennt, dürfte kaum über die Songauswahl überrascht gewesen sein.

Nun denn, noch zwei Jahre, dann feiern Phönix Rising ihr 15-jähriges Bestehen, und das soll auch gleich eine amtliche Sause werden. Selbst hatte die Band dann ins Spiel gebracht, dass dann auch ein paar barbusige Mädels das Programm erweitern sollen, und als Wunsch wurde dann noch die Scorpions-Pyramide herangetragen. Warten wir es ab.

Setlist:

The Evil Dwarf
Out Of The Dark
Outlaw
Digital Dreams
Stand Up
Bounty Hunter
Heart Of Ice
Princess Of The Dawn (Accept)
Lost Soul
Please Don’t Leave Me
Thunder And Lightning
Wild And Crazy Nights
Sunset Hero
Angel Of Darkness
--------------------
Police Chase
Sleeping In My Car (Roxette)
Doctor Doctor (UFO)
Parasite (Kiss)

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