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Phönix Rising, Distance Call im Konzert (Oberhausen, November 2010)

Die Achtziger Jahre machten sich im Saint breit

Korry hat einfach nur eine fantastische Stimme

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Das Saint ist ein Club direkt gegenüber der Oberhausener Turbinenhalle, und in den letzten Wochen haben hier nun schon einige Konzerte, hauptsächlich mit fettem Undergroundcharakter, stattgefunden. Und auch dieser Samstagabend war wieder mit feinem Undergroundrock bestückt, denn sowohl der Headliner des Abends Phönix Rising als auch die noch recht neuen Distance Call arbeiten fleißig daran, überregional ihren Bekanntheitsgrad zu erweitern. Zumindest in Oberhausen zog das gute 80 Leute in den Club – natürlich viel zu wenig für eine Location dieser Größenordnung, aber es dauert auch, bis sich eine neue Bühne in der Szene auch etabliert. Ferner ist der Herbst eh mit einem happigen Touraufgebot ausgestattet, und so fanden natürlich auch an diesem Abend viele Parallelveranstaltungen statt. Doch fast alle sind auch zum anschließenden Discobetrieb geblieben und ließen sich alte und neue Metalsongs von DJ Otti um die Ohren hauen.

Distance Call

Die Nordrhein-Westfalen–Niedersachsen-Connection Distance Call hatte vor knapp 13 Monaten erst ihren ersten Auftritt, doch unerfahren sind sie bei weitem nicht, sind doch mit Korry die Ex-The Mystery-Shouterin sowie mit Robert der Ex-Custard-Gitarrist zumindest zwei in der Combo, die lokal mit ihren ehemaligen Bands schon ein gewisses Standing einfahren konnten.

Distance Call stehen also noch am Anfang und müssen sich erst noch ihre Fans erspielen, doch einige AnhängerInnen ließen sich schon zu früher Stunde im Saint blicken – und die meisten waren ganz sicher neugierig, was denn Korry in der neuen Truppe so macht.

Schon nach wenigen Minuten stellte Korry klar, dass es noch ein wenig kalt auf der Bühne sei. Das hatten bis dahin die Fans aber auch schon selber gesehen, denn die Auswirkungen stachen unter ihrem eng anliegenden Lederoberteil spitz ins Auge. Nachdem die ersten Songs leider recht unspektakulär aus den Boxen plätscherten und immer wieder den Eindruck hinterließen, dass doch ein wenig am Material gefeilt werden sollte, kam mit „Blues“ eine richtige tolle balladeske Perle zum Einsatz. Nicht nur Korry konnte ihre leicht raue Stimme harmonisch in Szene setzte, sondern auch die Rhythmus- und Lead-Abteilung glänzte mit gefühlvollen Intonationen. Mit deutlich mehr Tempo konnten Distance Call dann bei „Set Me On Fire“ den ersten ehrlich gemeinten und nicht nur aus Sympathie gegebenen Applaus einheimsen.

Das Publikum war endlich aufgetaut, Korry fror auch nicht mehr – „Oberhausen, seit ihr da?“ – und noch einen Tacken aggressiver zerstoben Distance Call mit „Thunderstorm“ die anfänglichen Bedenken. Und schlussendlich stand sogar Korry zu „Burn“ headbangend auf der Bühne. Die Zugabe hatte dann auch noch ihren eigenen Charm, als Korry nämlich die Zuschauer gleich darüber informierte, dass sie sich verrechnet hätten und so noch ein wenig Zeit übrig sei… die Zugabe kam, und ein recht ordentlicher Applaus beendete eine engagierte Leistung, die aber auch noch ein wenig Platz nach oben hat.

Setlist:

Rock The Night
Bricks
Paradise
Mirror
First Kiss
Blues
Set Me On Fire
Thunderstorm
Ray Of Light
Burn
Wings Of Love

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