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Phoenix Battle Of The Bands Finale 2011

Großartige Bands und ein spektakuläres Ergebnis

Die überraschenden Sieger des Abends: My Elegy

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Es gibt sie noch, die Konzertabende voller Überraschungen. Nichts ist vorhersehbar und am Ende steht man nur da und staunt – so geschehen beim Finale des Phoenix Battle Of The Bands, das heute in denkbar unheimeliger Atmosphäre stattfindet, denn das kleine Café Central in Weinheim ist nicht unbedingt für seine gute Belüftung bekannt. Das macht aber nichts: Zu Beginn der Sause glänzt das Publikum ohnehin noch durch Abwesenheit, lediglich eine Handvoll Metaller hat sich kurz vor 19:30 Uhr vor der Bühne versammelt – erstaunlicherweise ist das Publikum heute recht gemischt, beinahe lässt sich eine Tendenz zu den älteren Semestern erkennen. Angenehmer ist das auf alle Fälle; lieber hat man die Matten alternder Headbanger in der Fresse als die Ellenbogen springwütiger Violent Dancer.

My Elegy

Die armen Schweine von My Elegy haben erst einmal weder mit der einen noch mit der anderen Klientel Schwierigkeiten, denn wie schon bei der zweiten Runde des Band Battles müssen die Bruchsaler auch diesmal als Erste ran. Begeistert sind die Fünf darüber verständlicherweise nicht, machen aber das Beste aus der Situation, obwohl Sänger Kev über Nackenschmerzen klagt – stimmlich merkt man dem lebenden Flummi aber rein gar nichts an. Was ihn allerdings sichtlich stört, ist die räumliche Beschaffenheit der Bühne – raste der Mann bei der zweiten Runde noch wie ein Berserker über die Bretter, muss er sich jetzt damit begnügen, seine Dehnübungen mithilfe der Monitorbox zu absolvieren; der Sänger löst das Problem auf seine Weise, indem er ab und an die Bühne auf den Zuschauerraum ausweitet und da fröhlich den Anwesenden ins Gesicht brüllt.

So großartig das Central als Konzertlocation auch sein mag, so beschissen ist die Belüftung – bereits nach der Hälfte des Elegy-Sets stinkt der Raum nach Schweiß und die Ausscheidungen von jahrelangen Exzessen tropfen förmlich von der Decke. Vor allem Kev rinnt der Schweiß schon in Strömen über das Gesicht, aber auch die anwesenden Fans merken: Es verspricht, ein heißer Abend zu werden. Einer der Gitarristen scheint besonderes Vertrauen in sein Immunsystem zu haben und bestreitet den Gig barfuß – alle, die die Location kennen, dürften allein beim Gedanken daran Fußpilz bekommen. Ansonsten bleibt für das Denken aber wenig Zeit: Hammertracks wie „Death Parade“ werden den wenigen Anwesenden gnadenlos um die Ohren gehauen und die frohe Kunde ob der Livequalitäten der Combo scheint sich rasch zu verbreiten, denn gegen Ende des Sets hat sich die Zuschauerzahl merklich erhöht. Währenddessen schaut es auf der Bühne wie ein Ameisenhaufen aus. Kev kommt sich andauernd mit der Saitenfraktion in die Quere und es grenzt beinahe an ein Wunder, dass die Jungs sich mit den Gitarrenhälsen noch nicht gegenseitig die Kehle aufgeschlitzt haben. „Five Minutes“ bringt My Elegy den wohlverdienten Applaus ein; wieder kann man sich nur wundern, wenn man die Band live sieht: Keine Sekunde Aufwärmphase ist hier nötig, kein lahmes Herumgeeiere auf der Suche nach Publikumsreaktionen – der Fünfer zieht einfach sein Ding durch und ballert den Leuten schön deftig die Metalcore-Salven um die Ohren. Da ist es kein Wunder, dass die inzwischen angestiegene Menge das Ende des Gigs mit wohlwollendem Applaus unterstreicht.

Setlist:

  • Interlude
  • Catharsis
  • The Unconstraint
  • Death Parade
  • Five Minutes
  • Prometheus
  • One Blood

 

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