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Paul DiAnno, Metalized im Konzert (Essen, Dezember 2014)

…zwischen allen Stühlen blutet das Fanherz…

Haben noch reichlich Luft nach oben: Metalized

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Während sich so viele Weihnachtszombies noch über die geschmückten Innenstadtstände stürzen, die letzten Glühweinreste schlürfen, dem Konsumterror an der Kasse noch immer keinen Schlusspunkt setzen, da wirkt die Gelegenheit doch umso schöner, dem guten alten Paule einmal mehr die Ehrerbietung zu erweisen und ins ausverkaufte Grend in Essen zu pilgern – die Vorweihnachtszeit hat so doch etwas schönes zu bieten…aber es kommt dann halt alles anders, als man denkt und zurück bleibt ein nicht passender Beigeschmack. Als Opener versucht sich die lokale Truppe

Metalized

aus Essen-Steele, nun, das passt ja schon ganz gut. Erwartungsgemäß ist das Publikum vorerst nicht komplett vor Ort, dazu auch noch etwas verhalten, aber das kennt man ja schon hier im Pott. Viele Informationen zu diesem Quintett liegen nicht vor, aber die ausgesuchte Setlist mit einem ganzen Haufen an wohlbekannten Klassikern lässt da doch auf einiges Hoffen.

Ein wenig holprig finden sie dann ins Set, Frontmann Alex braucht dann auch gute drei Songs, bis die Stimme sitzt. Immer wenn er dann mal etwas heftiger losbrüllen darf, ruft er auch mehr Begeisterung hervor – heute eben ab „Under The Blade“, ein Track, der der Truppe deutlich besser auf den Metalleib geschneidert ist. Da passt dann auch die Ansage, dass auf weiterführende Ansagen geschissen wird – recht so, die Anwesenden wollen nicht bequatscht, sondern musikalisch bedröhnt werden, zumal Alex jetzt nicht die ganz große Unterhaltungskanone darstellt.

Sind es dann bei „Under The Blade“ nur zwei, drei Powerfäuste und verhaltener Applaus, so steigert sich das gegen Ende dann doch noch etwas, was auch daran liegen mag, dass sie zwar eine Ballade ankündigen, mit „Full Moon’s Eye“ dann aber doch lieber eher mehr Druck auf den Grendkessel erzeugen. Eine kurze Schrecksekunde stellt sich dann aber doch noch ein, denn Bassist Jens lässt sich nicht nehmen, ein wenig festliches Feeling durch die Whamisierung „Last Christmas…“ einzustreuen, endlich unterbrochen durch die „Fast As A Shark“-Schreieinwirkung. Metalized verkaufen sich recht ordentlich und ernten freundlichen Applaus, haben aber sicherlich noch reichlich Luft nach oben. Da niemand eine Zugabe fordert, fällt diese halt aus.

Setlist:

Electric Eye (Judas Priest-Cover)
Riding With The Angels (Samson-Cover)
Symphony Of Destruction (Megadeath-Cover
Under The Blade (Twisted Sister-Cover
Full Moon’s Eye (Ostrogoth-Cover)
Road Racin’ (Riot-Cover)
Heavy Metal Mania (Holocaust-Cover)
Power And The Glory (Saxon-Cover)
South Of Heaven (Slayer-Cover)
Fast As A Shark (Accept-Cover)

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Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging

Trotz eher kurzem Set des Headliners ein schöner Konzertabend