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Parkway Drive, Killswitch Engage & Thy Art Is Murder im Konzert (Leipzig, Januar 2019)

Wer soll diesen Abend noch toppen?

Einen Konzertbericht zu beginnen ist nicht immer das leichteste Unterfangen, ganz besonders nicht, wenn man sich zuerst auf Fakten konzentrieren sollte, aber eigentlich noch völlig geflasht von einem Set ist. An dieser Stelle ruft man sich also gern ein innerliches „Contenance“ zu und vermeldet: Parkway Drive sind auf Tour und in Leipzig zu Gast. Klingt nicht wirklich spektakulär, immerhin sind die Herren aus Australien schon seit 2003 aktiv, da kann man auch mal die sächsische Messe-Metropole besuchen. Der geneigte Metalcore-Fan wird an dieser Stelle sicher schon mit einem „Hey, aber die sind doch nicht irgendwer“ einschreiten und dementsprechend kann man auch hinzufügen, dass sich der Fünfer natürlich im Laufe der Jahre nicht nur einen guten Namen, sondern auch die vordersten Plätze auf diversen Festivals erspielt hat.

Voriges Jahr kam nun die neue Scheibe aus Down Under und „Reverence“ bewies, dass sich gewachsener musikalischer Anspruch und reinste Energie nicht wirklich ausschließen müssen. Dies und eine anspruchsvolle Show lassen sie nun mittlerweile in die Arena in Leipzig hineinwachsen, die zwar nicht ausverkauft ist, aber sich immerhin mit gut siebentausend Menschen gut gefüllt zeigt.

Thy Art Is Murder

Doch bevor der Headliner die Bühne betritt, stehen noch zwei Gäste bereit, welche auch nicht unbedingt zu den absoluten Newcomern zählen. Thy Art Is Murder haben den oft undankbaren Job des Openers und schauen nun auf eine sich gerade füllende Halle. Die vorderen Reihen sind allerdings schon prall gefüllt, insofern kann sich die ebenfalls aus Australien stammende Deathcore-Formation über ein gutes Publikumsinteresse freuen und startet mit „Dear Desolation“ in die erste Runde der Eskalation.

Sicher sind Thy Art Is Murder deutlich extremer und auch etwas gleichförmiger als der Headliner, trotzdem zeigt deren brutale Energieentladung sofortige Wirkung. Headbangen und Powerfäuste gehören nach Sekunden zum Programm, als dann Frontmann Chris McMahon direkt zum zweiten Titel „The Purest Strain Of Hate“ noch das Bad in der ersten Zuschauerreihe wahrnimmt, verfliegt schließlich jegliche Zurückhaltung und eine Welle der Begeisterung schlägt dem Fünfer entgegen. Was immerhin den Frontschreier soweit begeistert, dass er die stützende Security beim Rückweg gleichmal ganz fest in den Arm nehmen muss.

Lange hält die Kuschelphase allerdings nicht an, mit „Holy War“ gibt es direkt wieder die volle Breitseite an Gitarrenwänden und McMahon growlt sich weiter durch das Programm, was die Stimmbänder hergeben. Die Zuschauer dürfen sich derweil noch in einer Wall Of Death übereinander hermachen, bevor mit „Puppet Master“ auch schon der letzte Titel durch den Saal drischt. Damit ist die recht kurze, aber umso heftigere Aufwärmphase beendet und einen kräftigen Applaus gibt es natürlich auch noch obendrauf.

Setlist:

Dear Desolation
The Purest Strain Of Hate
Holy War
Reign Of Darkness
The Son Of Misery
Puppet Master

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