Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Parkway Drive, Despised Icon, 50 Lions, The Warriors, Winds Of Plaque im Konzert (Köln, Mai 2010)

Despised Icon geben Abschiedskonzert und Parkway Drive fordern alles

Despised Icon auf Abschiedstour

Zum Thema

Winds Of Plague

Mittlerweile hat sich schon eine Wand aus Luft, oder dem, was davon übrig geblieben ist, gebildet. Man merkt der Essigfabrik an, dass sie gänzlich ausverkauft ist und es besteht sogar der Verdacht, dass die offen stehende Tür die einzige Belüftungsanlage der großen Halle ist.

Winds Of Plague lassen sich davon nicht stören. Nachdem das gemütlich gesprochene Intro verstummt ist, wollen sie das volle Gegenteil und fordern "Germany, make some noise!". Hunderte Kehlen brüllen der Band entgegen und warten auf ein angemessenes Echo, welches nicht lange auf sich warten lässt. Winds Of Plague ist die Band, die auf dieser Tour am wenigstens mit Core zu tun hat. Stattdessen zaubern sie ein Gemisch aus Death- und Black Metal, unterstützt von Keyboarderin Alana.

Dieses Gemisch kommt erstaunlich gut an, genauso wie die Stagediver, die nun ihren Flugrausch wieder entdecken. Arme gehen in die Lüfte und viele Fans singen mit. Die Musik wirkt trotz ihrer viel ruhigeren Art böse und legt sich sehr eindringlich auf Leib und Seele. Zwar stört das Keyboard hin und wieder und wirkt ein wenig deplatziert theatralisch und erinnert an Filmmusik, aber dennoch hat man das Gefühl, gerade etwas besonderes zu hören, dem man gerne Gehör schenkt. An Einfallsreichtum mangelt es Winds Of Plague unter Garantie nicht. Nicht umsonst haben die US-Amerikaner bereits drei Studioalben innerhalb von acht Jahren veröffentlicht. Das letzte Album nennt sich "The Great Stone War" und wurde im August 2009 veröffentlicht.

Die Keyboarderin scheint sich derweil in ihren eigenen Sphären zu befinden und bewegt sich aufreizend hinter ihrem Keyboard, als gäbe es kein Morgen mehr. Die Band erhält heute Abend viel Zustimmung vom Publikum. Das macht sich unter anderem daran bemerkbar, dass die ersten Reihen immer mehr komprimiert werden, zum Glück für die Diver. Durch die dichter stehenden Menschen, ist es fast unmöglich sich direkt auf den Boden der Tatsachen wieder zu finden. Der Grund für den engen Zustand in den ersten Reihen ist dabei nicht zu übersehen. Ein riesiger Mosh hat sich gebildet und jeder ist in Bewegung. Dabei zählt nicht, ob er es auch möchte oder nicht.

Sänger Johnny Plague gibt hier und da auch mal Pigsqueals zum besten, röhrt im nächsten Moment in den tiefsten Tönen durch die Boxen und liefert plötzlich wieder tiefen, klaren Gesang. Eine unwahrscheinlich abwechslungsreiche Stimme, der man gerne zuhört und die gemeinsam mit den gewaltig wummernden Breakdowns hier und da sogar für fast euphorische Zustände sorgt. Einen Wagemutigen treibt dies sogar so weit, dass er übermütig von der zweiten Box auf der Bühne, ganz in Campino-Manier, in die Tiefe springt.

Winds Of Plague konnten heute bestimmt eine Menge neuer Hörer gewinnen, denn live haben sie sehr überzeugt. Lediglich den Einsatz des Keyboards könnten sie zukünftig etwas sparsamer gestalten.

Seite
comments powered by Disqus

Sieben Alpha-Hein-Mücks

Doomiges Live-Konzert in eine mögliche neue Normalität

Der Erstlingsroman des Musikers kann sich sehen lassen

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen