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Parkway Drive, Despised Icon, 50 Lions, The Warriors, Winds Of Plaque im Konzert (Köln, Mai 2010)

Despised Icon geben Abschiedskonzert und Parkway Drive fordern alles

Bei The Warriors war alles ein wenig verhaltener

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Der Schwanz der Schlange vor der Essigfabrik in Köln scheint nicht enden zu wollen. Gut 200 Fans reihen sich vor dem großen Gebäude und warten auf den Einlass. Unter ihnen befinden sich viele mit Shirts von Despised Icon, um ihrer Band auf der Abschiedstour das letzte Konzert-Geleit zu geben. Am Eingang prangt ein dickes Schild, welches unmissverständlich darauf verweist, dass es keine Hoffnung mehr auf weitere Karten gibt. Die Kontrollen am Einlass sind sehr gründlich und es wird nichts durchgelassen, was nicht in das Innere der Essigfabrik gelangen darf. Im Inneren angelangt tummeln sich auch schnell eine Vielzahl an vorwiegend jungen Leuten, die sich auch die Vorbands nicht entgehen lassen wollen. Anstelle sich jedoch ein ziemlich teures Bier für 3 € zu gönnen, umzingeln sie den Merchandise-Stand und decken sich reichlich mit T-Shirts ein.

50 Lions

Dann werden auch schon die 50 Löwen losgelassen. 50 Lions aus Australien sind die erste Support-Band von Parkway Drive. Und diese wird mehr als gebührend empfangen. Keine Spur von warm werden. Die Meute glüht schon vom ersten Lied an. Sänger Oscar unterstützt das tatkräftig und ruft unverzüglich zu den ersten Circle Pits auf. Das wäre jedoch fast nicht nötig. Denn in der Mitte der großen Essigfabrik ist bereits ein ordentlicher Tumult entstanden. Die Essigfabrik ist schon jetzt sehr voll und die letzten Ankömmlinge stehen am Ausgang, weil das Durchkommen schon so zäh geworden ist.
Währenddessen lässt jeder der 50 Lions seinen eigenen Löwen aus den persönlichen Käfig, sie springen und stampfen, als wollten sie durch den Boden brechen. Oscar shoutet währenddessen mit voller Leibeskraft ins Mikro und scheint damit eine aggressive Aura über das Publikum zu legen. Deren Irre nehmen im Mosh- und Circlepit an gewaltvollen Auswüchsen zu und die Violent Dancer fühlen sich in ihrem Element und bekämpfen alles, auch wenn es gar nicht vorhanden ist. Im Gepäck haben 50 Lions einige Fans, die Oscar und die Band lautstark bei "Faithless" und "Snake" unterstützen.

Die Australier aus Byron Bay sind eine klassische Hardcore-Band, die den typischen New Yorker Hardcore niederschmettert. Dabei sind sie sowohl in Melodie als auch in ihrem Tempo immer wieder abwechslungsreich, was zumindestens nicht für Langeweile sorgt. Zwar kann man hier und da Ähnlichkeiten zu Bands aus dem selben Genre erkennen, das sei jedoch verziehen, denn die Fans haben Spaß dabei und zelebrieren die Band ordentlich. 50 Lions stellen Musik bereit, die mit ordentlich preschenden Gitarrenriffs durchzogen ist und dessen Sound mal Hand und Fuß aufweist. Die Texte werden dabei nicht sonderlich positiver, sondern sind eher pessimistischer Natur, befassen sich mit Enttäuschung und Hoffnungslosigkeit.

Die Anzahl der Stagediver bricht während des gesamten Auftritts nicht ab. Einer nach dem anderen kommt immer wieder auf die Bühne geklettert, um im rasanten Flug in die Menge zu knallen. Als Außenstehender wundert man sich, dass scheinbar alle Genicke und Gliedmaßen unzerbrochen bleiben. Die Gladiatoren am Fuße der Arena kämpfen ganz offensichtlich nicht gegen die 50 Löwen, sondern gegen jeden anderen, der ihnen in die Quere kommt.

Setlist:

1. To The Test
2. For The Worst
3. Faithless
4. Beneath Your Feet
5. Locrian
6. Snakes
7. Fear
8. Still Lost
9. The Realness
10. Where Life Expires
11. Time Is The Enemy

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Absolut fantastischer Konzertabend, der kaum überboten werden kann