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Paradise Lost, Ghost im Konzert (Bochum, März 2011)

Ein Kontrastreicher Abend mit Weihrauch und "Dranconian Times"

Paradise Lost spielen das gesamte Album "Dranconian Times"

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Paradise Lost

Weiter in einem gänzlich anderen Takt geht es mit den Briten Pradise Lost, die sich bekanntlich in Deutschland eher rar machen. So ist es auch dieses Jahr, denn ein Konzert in Deutschland ist nicht sonderlich viel. Viele Fans haben eine längere Anreise auf sich genommen und waren nicht in einer Stunde an der Zeche Bochum. Für diese bleibt zu hoffen, dass der Abend ein voller Erfolg wird und sich der weite Weg auch gelohnt haben wird. Einige der Fans hatten die Gelegenheit, ein VIP-Ticket zu erwerben. Das gute Stück schlägt mit einem saftigen Preis zu Buche und beinhaltet neben einem "Meet and Greet" auch diverse Merchandise-Artikel und die Gelegenheit, bereits beim Soundcheck vor Ort zu sein.

Auf alle anderen wartet in erster Linie ein eher außergewöhnliches Set, denn Pradise Lost werden ein gesamtes Album von vorne bis hinten durchspielen. Objekt, oder besser gesagt, die Platte der Begierde ist das Album „Dranconian Times“ aus dem Jahr 1995. Somit hat das gute Stück schon das ein oder andere Jahr auf dem Buckel. Aber nicht nur bei Paradise Lost ist es so, dass die älteren Stücke nun einmal nicht immer die vermeintlich besseren, aber auf jeden Fall die beliebteren Titel sind.

So ist es keine große Verwunderung, dass Paradise Lost mit „Enchantment“ starten und folglich auch mit „Jaded Lyrics“ enden. Was zwischen drin musikalisch passiert, ist demnach kein großes Geheimnis mehr.

Paradise Lost wirken für jemanden, der vielleicht nicht unbedingt für diese Band gekommen ist, eher langweilig. Sie stehen der Show von Ghost deutlich um Einiges nach. Zwar gibt es musikalisch nichts zu bemängeln, aber Showeinlagen werden hier vergebens gesucht. Andererseits würde das auch niemand von der Band erwarten. Die Fans sind jedenfalls vollauf glücklich während des Gigs. Der Jubel ist permanent laut und an Textsicherheit mangelt es an keiner Stelle von „Dranconian Times“. Die Fans fahren in der Tat voll auf die Musik ab und könnten dabei durchaus etwas ihrer Energie von Sänger Nick Holmes abzapfen lassen. Dieser scheint in Besitz eines Charakters zu sein, den man als "very british" bezeichnen würde: nicht zu viel reden und erst recht nicht zu viel lachen.  Aber es muss nicht jeder Musiker ununterbrochen plappern und permanent Anekdoten zum Besten geben. In der Mitte der Zeche entwickelt sich hin und wieder sogar ein kleiner, gemütlicher Pogo-Kreis (ihn als Mosh Pit zu bezeichnen, wäre wohl doch zu viel). Nachdem das Album einmal komplett von vorne bis hinten durchgespielt wurde, folgen noch einige andere Titel, unter anderem „One Second“ von dem gleichnamigen Album, den auch „Say Just Words“ entnommen wurde. Nach diesem Song verlässt die Band auch zunächst die Bühne, um sich von Zugabe-Rufen zurück auf die Bühne locken zu lassen. Dort wird „Sweetness“ gespielt und die Bühne erneut verlassen, um letztendlich wirklich für ein letztes Mal zurück auf die Bretter der Zeche Bochum zu kehren. Mit „As I Die“ verabschieden sich Paradise Lost von den Fans, die sich alle mit einem breiten Grinsen den engen Weg nach draußen bahnen.

Setlist:

  1. Enchantment
  2. Hallowed Land
  3. The Last Time
  4. Forever Failure
  5. Once Solemn
  6. Shadowkings
  7. Elusive Cure
  8. Yearn For Change
  9. Shades Of God
  10. Hands Of Reason
  11. I Saw Your Face
  12. Jaded
  13. Faith Divides Us – Death Unites Us
  14. True Belief
  15. One Second
  16. Say Just Words
  17. Sweetness
  18. As I Die
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