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Pain Of Salvation, Anneke van Giersbergen, Árstíðir im Konzert (Essen, April 2013)

Wohnzimmer-Feeling im Rockclub

Anneke van Giersbergen

Im Vorfeld hatte die zierliche Holländerin schon angekündigt, wie stolz sie darauf sein, auf dieser Tour mit ihrem Solo-Akustik-Programm dabei sein zu können. Am letzten Tag der Tour macht sie zwar nicht gerade den fittesten Eindruck, was sich mit einigen kleinen Hustern in den Songpausen bestätigt – auf die gesangliche Performance hat das allerdings keine Auswirkung, denn die ist weiterhin in aller Klarheit über allem erhaben.

Optisch hat sie sich auch ein wenig verändert, denn ihre mittlerweile roten Haare harmonieren mit den roten Fell-High-Heels. Ohne großen Umbauschnickschnack kommt Anneke van Giersbergen nun auf die Bühne, schnappt sich ihre Wandergitarre – übrigens auch gerne mal für Straßenmusik „gebraucht“ – und will loslegen, doch da hat sich der technische Fehlerteufel eingeschlichen, weil sie einfach zum falschen Kabel greift und so keinen Sound produziert. „Frauen und Technik“ – nein, kein blöder Machospruch aus des Schreiberlings Feder, sondern Annekes Originalkommentar über diesen Lapsus, der ja schnell behoben und spätestens bei „My Electricity“ auch wieder vergessen ist.

Ein bisschen Wehmut klingt in ihrer Stimme, als sie über das Ende der Tour berichtet; dass sie bisher doch keine Chance gehabt habe, mit dem guten Tänzer Gunnar Már Jakobsson einmal in einer Salsa-Bar abzappeln können. Nun ja, dafür dürfen die Fans dann ran, die Körper weiterhin in Schwingung zu halten, denn bei „4 Years“ und auch dem anschließenden Cindy-Lauper-Song „Time After Time“ gesellen sich oben erwähnter Gitarrist Gunnar und auch Violinist Karl dazu, was die beiden Songs noch ein wenig diffiziler erscheinen lässt.

„Time After Time“ ragt dann aber auch insofern heraus, als dass plötzlich die Bühne mit Musikern übersät ist, die alle entweder Besen oder Schrubber in den Händen halten und so für den Hausputz zuständig sind – erst der Szeneapplaus und das laute Lachen im Publikum sorgen dafür, dass Anneke der Situation gewahr wird, die sich gegen Ende des Liedes leicht, aber lachend aus dem Konzept bringen lässt.

Mit „Jolene“ kann Anneke dann sogar richtig abräumen, nicht gerade wenige Fans singen lauthals mit, nachdem sie dazu aufforderte. „Könnt ihr mitsingen?“, will Anneke wissen, die Rückmeldung bleibt allerdings aus, weswegen sie mit einem „sagt einfach: ja Anneke“ die Situation witzig auflöst. Die Freude aber auf das The Gathering-Cover scheint noch um ein vielfaches größer zu sein. „Wer will denn was von The Gathering hören?“, fragt Anneke nach, um gleich noch nachzulegen, dass sie sich immer in Essen wohl gefühlt habe, auch wenn sie erst einmal damals hier gewesen sei - auf Nachfrage melden sich aber nur zwei, die diese Zeit begleiteten.

Auch das Showfinale kann sich sehen bzw. hören lassen, denn nach dem Merchhinweis und einem emotionalen Dankeschön an die Crew sowie die anderen Bands schließen sich noch zwei Songs an. „Danke fürs Lächeln, Bleiben, Zuhören, ihr seid so lieb zu mir“, umschmeichelt Anneke van Giensbergen nochmals das Publikum und kann nach dem U2-Cover „All I Want Is You“ unter lautem Applaus und fettem Jubel die Bühne verlassen.

Setlist:

My Electricity
4 Years
Time After Time (Cindy Lauper-Cover)
Beautiful One
Jolene (Dolly Parton-Cover)
Locked Away (The Gathering-Cover)
Circles
All I Want Is You (U2-Cover)

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