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Paganfest 2011 (Oberhausen)

Eine geballte Extended-Show lädt mit vielen Bands zum Feiern ein

Varg haben eine große Fanschar in ihren Bann gezogen

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Varg

Rot und schwarz angemalte Gesichter tummeln sich zunehmend in den ersten Reihen. Noch bevor die Band auf die Bühne kommt, ist so ziemlich jedem klar, wer als nächstes für Druck auf den Ohren sorgen wird. Die Horde Varg kann ganz offensichtlich eine große Masse der Besucher in Windeseile mit ihrem selbstbetitelten Wolfskult in ihren Bann ziehen. Nach dem Intro „Jagd“ schieben Varg „Wir sind die Wölfe“ von ihrem neuen Album „Wolfskult“, welches erst am 4. März 2011 veröffentlicht wurde, als Opener voran. Auch Song Nummer zwei der heutigen Setlist ist selbigem Album entnommen. Zwei brandneue Songs als Start in einen Gig sind für die Fans natürlich nicht so günstig, um eifrig mitzusingen, das gesteht auch Fronter Philip „Freki“ Seiler.

Aber auch wenn noch Lücken in den Kenntnissen der gespielten Songs bestehen, ist für jeden merklich ein enormer Stimmungssaufschwung entstanden, als Varg die Bühne betreten haben. Als dann „Wolfszeit“ und „Blutaar“ hinterher geschoben werden, scheint es kaum noch ein Halten zu geben.

Varg, die man schon als Stammgäste beim Pagan-, bzw. Heidenfest bezeichnen kann, konnten in den vergangenen Monaten offenbar eine große Schar an Wolfskult-Fans hinzu gewinnen, auch wenn sie nach wie vor die Meinungen der Masse spalten. Es scheint nur zwei Möglichkeiten zu geben: man liebt sie oder man hasst sie. Die Fans feiern ohne Kompromisse und die, die kein Interesse an der Band haben, möglicherweise auch durch Vorkommnisse in der Vergangenheit, stehen zum Teil sogar in der Eingangshalle.

Vor dem fünften Lied erklingen „Wall Of Death“-Rufe, die auch von Freki wahrgenommen werden. „Ihr wollt eine Wall Of Death?“, ist jedoch zunächst die einzige Reaktion, die von Varg kommt. „Blutaar“ wird ohne Wall Of Death gestartet, und erst nach der Hälfte des Songs, wenn der ruhige gesprochene Part ansteht, teilen die Wölfe die Masse der Fans durch eindeutige Gestikulation in zwei Hälften, bevor diese wohl eher unsanft aufeinander prallen. „Viel Feind viel Ehr“ folgt und wird von Freki als Titel angesagt, der den Dingen im Leben gewidmet ist, für die es sich lohnt zu kämpfen.

Als besondere Überraschung versucht sich Freki zunächst darin, den Zuhörern weis zu machen, dass alle von ihnen belogen wurden, und das schon von ihren Eltern und Großeltern. Die Geschichte von Rotkäppchen ist nämlich völlig anders, wie sie uns seit eh und je weitergegeben wird. Die wahre Begebenheit kennen natürlich Varg, die sich als musikalische Unterstützung Anna von Eluveitie auf die Bühne holen. „Rotkäppchen“ ist ein Titel der Bonus CD, an den unmittelbar „Wolfskult“ anschließt, bevor der Siegeszug von Varg beendet ist.

Setlist:

1. Jagd (Intro)
2. Wir sind die Wölfe
3. Schwertzeit
4. Wolfszeit
5. Blutaar
6. Viel Feind viel Ehr
7. Rotkäppchen
8. Wolfskult

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