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Paganfest 2011 (Oberhausen)

Eine geballte Extended-Show lädt mit vielen Bands zum Feiern ein

Obscurity eröffnen erfolgreich den prall gefüllten Konzerttag

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Das Warten hat ein Ende. Die Streitmacht aus großen und beeindruckenden Bands rollt über die europäischen Straßen und schwingt in zahlreichen Konzertsälen die Äxte. Die Trinkhörner mit Bier und Met gefüllt, den Kilt um die Hüfte gebunden und den Stiefel zugeschnürt, machen sich heute die Pagan-Metaller aus dem Ruhrgebiet und dessen Umkreis auf die Pilgertour nach Oberhausen. Dort steht die Turbinenhalle, die heute Schauplatz eines langen Gelages wird. In Oberhausen findet eine der Extended Shows statt, denen sich Obscurity, Heidevolk und Eluveitie zum ursprünglichen Billing anschließen, um in den Heiden und Kriegern Kampfesgeist zu wecken. Somit stehen heute Abend neun Bands auf der Running Order. So viel mitreisende Musik braucht Zeit, um gefeiert zu werden und so beginnt der heutige Tag der Tour bereits um 15:00 Uhr mit Obscurity. Draußen hat sich der Frühling angemeldet. Die Sonne scheint und es ist warm, vor allem im Vergleich zum Inneren der Turbinenhalle. Dort ist es kälter als draußen, und durch die Dachluken fällt noch das Tageslicht, wodurch die große Halle ganz anders wirkt, als man es von zahlreichen anderen Konzerten gewohnt ist.

Obscurity

Obscurity aus Velbert haben als erster Gast der extended Show die Ehre, den Tourtag im Ruhrgebiet zu eröffnen. Trotz der kurzen Zeitspanne von 30 Minuten zwischen dem Öffnen der Pforten und dem Start des Gigs ist die Menge an Musik-durstigen Metallern vor der Bühne nicht zu verachten. Obscurity betreten pünktlich mit „Keltilwald“ die hellerleuchtete Bühne. Der Song des letzten Longplayers „Tenkterra“ rüttelt die Fans vor der Bühne unverzüglich wach. Es steht außer Frage, dass der heutige Tag mehr als gebührend gefeiert wird. Die seit 1997 bestehende Death/Black-Metal-Band besingt in ihren Texten die Geschichte des Bergischen Landes und zeigt, dass auch Texte, die in deutscher Sprache durch das Mikro gebrüllt werden, den anderssprachigen in nichts nachstehen.

Dem Frontmann Agalaz scheint es ein leichtes, mit seinen Growls eine Kampfansage in die Gehirne der Paganfest-Besucher zu pflanzen. Mit kraftvollen Stimmen stimmen diese in den Gesang mit ein und erweisen sich als textsicher und energiegeladen. Zwar ist der Sound anfangs noch ein wenig eckig und kantig, aber auch das Problem ist schnell behoben und die Menschentraube vor der Bühne steigt exzellent auf den Antrieb von Obscurity ein. Zwischen den Songs brüllen die Fans immer zu „Varusschlacht“, und fordern die Band damit auf, besagtes Lied in ihr Set aufzunehmen. Der Wunsch bleibt ihnen jedoch verwehrt und Obscurity machen sich nach „Keldagau“ auf dem Weg von der Bühne. Laute „Zugabe“-Rufe halten sie jedoch zurück, so dass die bergischen Löwen gar nicht erst die Bühne verlassen, sondern rasch einen musikalischen Hagelsturm in Form von „Blut für Blut“ durch die Turbinenhalle prasseln lassen.

Setlist:

1. Keltilwald
2. Asgard
3. Tenkterer
4. Schutt und Asche
5. Wer Wind sät
6. Bergischer Hammer
7. Keldagau
8. Blut Für Blut

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