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Overkill, Suicidal Angels, Savage Messiah, Cripper im Konzert (Bochum, Februar 2010)

We don't care what you say - Fuck you!

Savage Messiah offenbarten beim Stageacting Defizite

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So langsam scheint sich eine Tour Overkills im Frühjahr zu etablieren. Waren sie letztes Jahr im Doppelpack mit Exodus in der Zeche Bochum, so schnürten die Verantwortlichen auch im Jahre 2010 ein amtliches Package. So hochwertig allerdings das Tourpaket war, desto uncooler mal wieder die Aktion, dass der Opener der Show wiederholt Opfer seltsamer Businessentscheidungen wurde. Denn wenn eine Band noch vor dem offiziellen Beginn auf die Bühne muss, wenn auf allen Eintrittskarten der Beginn des Konzerts mit einer vollen Stunde später angegeben ist, hat das nichts mehr mit seriöser Planung zu tun. Schade nur, dass sich zu wenig Fans über solche Machenschaften konstruktiv beschweren und diese Unsitte in Grund und Boden stampfen.

Cripper

Die Hannoveraner Hopefuls waren noch vor kurzer Zeit in Moers unterwegs und hatten dort schon richtig Geschmack auf diese Tour gemacht. Welche Bedeutung für Cripper in der Möglichkeit liegt, für Overkill den Opener zu stellen, machten sie in dem Interview deutlich, welches hier auf The-Pit.de an anderer Stelle nachzulesen ist.

Cripper tauschten ihren Platz bei dieser Tour von Show zu Show mit Savage Messiah, was zu Folge hatte, dass sie die Bochumer Bühne als Erstes entern mussten. Dabei hatte der Laden noch gar nicht offiziell geöffnet. Doch die vielleicht gut 70 Fans konnten von der ersten Minute an kaum die Futterluke schließen, denn mit schier unglaublicher Energie legten die Fünf los und thrashten sich durch den ersten Track „Shortcut“. Vom Prinzip wäre die Reihenfolge auf der Setlist auch jederzeit anders möglich gewesen, denn mit Null Ausfall überzeugte die Combo, bei denen nicht nur optisch die Frontfrau Britta aus dem Rahmen fällt. Vom harten Schrei bis zu tiefsten Growls entsprangen mit aller Urgewalt die Worte dem zierlichen Brustkorb, um sich über die Lippen in die staunende und wachsende Zuschauerzahl zu ergießen. Vom Stageacting her waren keine Schwachstellen auszumachen, die Zöpfchen von Basser Bass-T durchsäbelten die Luft, Axtschwinger Christian würde eh jeden Posing-Wettbewerb gewinnen, und auch Jonathan legte trotz einiger gesundheitlicher Probleme einen blitzsauberen Job an der der Gitarre hin. Schlagzeugverdrescher und Rhythmustier Dennis wuchtete die kleinen Holzstäbchen mit Macht auf die Becken, bis auch die ersten Mattenschwinger in vorderster Reihe für Luftverwirbelungen in der Zeche sorgten. Einziges Manko war der knapp bemessene Platz auf der Bühne, der für eine beschränkte Mobilität bei den Seitenwechseln sorgte. Zum Glück bekamen sie ja kein Kilometergeld.

Nachdem auch die offensichtlich für The-Pit.de geschriebene Hymne „I Am The Pit“ in die Menge gefeuert wurde, oder aber bei „Attention Deficit“ die ersten Rempelversuche im Publikum gesichtet wurden, mag man sich gar nicht ausdenken, wenn diese Combo mal vor ausverkaufter Hütte zum wahren Budenzauber einlädt. Mit „Black Terra“ beendeten dann Cripper vor gut 150 zufriedenen Fans und konnten dementsprechend gut gelaunt die Bühne in Richtung Merch verlassen, um dort neben zahllosen Gesprächen auch etwas für die Bandkasse zu tun. Soviel Potential könnte sich einfach häufiger im Pott sehen lassen. Danke für schöne Unterhaltung.

Setlist:

Shortcut
I am The Pit
Trapped
Slowly Beaten Hate Machine
I[…]
Attention Deficit
Hysteria
Black Terra

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